Geschichte

MDR-Zeitreise-Schwerpunkt: Die Versteigerer - Profiteure des Holocaust Volksfeststimmung: Jüdisches Eigentum unterm Hammer

Emblem Hans Klemm
Beamte der Finanzämter oder öffentlich bestellte Versteigerer übernehmen die Verwertung des Hausrats jüdischer Mitbürger. In Leipzig wird dafür überwiegend das Versteigerungshaus Hans Klemm (Firmenemblem) beauftragt. Bildrechte: Sächsisches Staatsarchiv Leipzig
Goebbels
Das Reichsfinanzministerium ist im NS-Staat maßgeblich an der Ausplünderung jüdischer Mitbürger beteiligt. Die Finanzbehörden unter Reichsfinanzminister von Krosigk (links neben Joseph Goebbels) setzen penibel die antijüdischen Gesetze um und geben der Enteignung einen legalen Anschein. Bildrechte: Bundesarchiv, CC BY-SA 3.0 de
Emblem Hans Klemm
Beamte der Finanzämter oder öffentlich bestellte Versteigerer übernehmen die Verwertung des Hausrats jüdischer Mitbürger. In Leipzig wird dafür überwiegend das Versteigerungshaus Hans Klemm (Firmenemblem) beauftragt. Bildrechte: Sächsisches Staatsarchiv Leipzig
Stadtarchiv Versteigerung Versteigerungshaus Klemm
Das Versteigerungshaus Hans Klemm in der Leipziger Innenstadt um 1930 (Teilansicht,
rechter Bildrand) verzeichnet vor allem ab 1938 stetig wachsende Bilanzgewinne. Bis zum Ende des Zweiten Weltkriegs erwirtschaftet Klemm die Hälfte seines Umsatzes aus der Versteigerung von jüdischem Besitz.
Bildrechte: Sächsisches Staatsarchiv Leipzig
Eine alte Schule
Vor der Deportation werden jüdische Bürger in Sammelstellen zusammengepfercht, wo sie ihre letzte Habe zurücklassen müssen. In Leipzig ist das die 32. Volksschule. Häufig werden die Sachen direkt in diesen Sammelstellen versteigert. Bildrechte: Stadtgeschichtliches Museum Leipzig
Lörrach Menschenmenge in der Straße
Öffentliche Versteigerung des Hausrats deportierter Juden in Lörrach (wahrscheinlich November 1940). Interessierte Kundschaft sammelt sich in der Grabenstraße 15, wo kurz zuvor noch jüdische Familien gewohnt haben. Bildrechte: Stadtarchiv Lörrach
Lörrach Menschenmenge vor und auf einer Treppe.
Für die Menschen in der Kleinstadt an der Grenze zur Schweiz ist die "Judenauktion" ein gesellschaftliches Ereignis. Bildrechte: Stadtarchiv Lörrach
Lörrach Schlange vor der Einfahrt
Entsprechend groß ist der Andrang. Bei einer Versteigerung in der Grabenstraße 15 in Lörrach sind neugierige Kinder und fröhliche "Volksgenossen" auf Schnäppchenjagd. Bildrechte: Stadtarchiv Lörrach
Lörrach Menschenmenge in der Straße
Bei der öffentlichen Versteigerung in Lörrach werden Haushaltswaren, Geschirr und andere private Sachen jüdischer Familien versteigert. Die Einnahmen werden detailliert aufgezeichnet und abgerechnet. Bildrechte: Stadtarchiv Lörrach
Lörrach Menschenmenge in der Straße
Nach der erfolgreichen Ersteigerung sichert der Mann in der Bildmitte seine "Beute": einen Stapel Teller. Auf "Judenauktionen" werden meist keine hohen Preise aufgerufen. Bildrechte: Stadtarchiv Lörrach
Lörrach Menschenmenge in der Straße
Bei der dokumentierten öffentlichen Versteigerung im Lörrach herrscht Volksfeststimmung. Die Auktionsbesucher lächeln für den Fotografen in die Kamera. (Über dieses Thema berichtet der MDR auch in der Fernsehdokumentation "Die Versteigerer", 13.11.2018, 22:05 Uhr.) Bildrechte: Stadtarchiv Lörrach
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Lörrach Menschenmenge in der Straße
Bei der öffentlichen Versteigerung in Lörrach werden Haushaltswaren, Geschirr und andere private Sachen jüdischer Familien versteigert. Die Einnahmen werden detailliert aufgezeichnet und abgerechnet. Bildrechte: Stadtarchiv Lörrach