Doku-Drama im MDR Jürgen Schneider: Ein Imperium bricht zusammen

Jürgen Schneider
Die Haftstrafe übersteht er relativ gut. "Ich komme vom Bau, da kann man mit Menschen umgehen", so Schneider. Im Gefängnis schreibt er ein Buch über sein Leben als Immobilien-Mogul und Betrüger, das er 2001 auf der Frankfurter Buchmesse vorstellt. Bildrechte: dpa
Blick auf die Türme der Deutschen Bank in Frankfurt am Main (Archivbild 8/1996).
55 Geldinstituten schuldet der Bauunternehmer mehr als fünf Milliarden D-Mark. Jürgen Schneider taucht unter. (Im Bild: Bürotürme der Deutschen Bank in Frankfurt/Main) Bildrechte: dpa
FBI-Fotos des Bauunternehmers Jürgen Schneider nach seiner Verhaftung am 18.5.1995 in Miami.
Erst am 18. Mai 1995 wird der weltweit gesuchte Schneider in Miami verhaftet. Fast ein Jahr sitzt er in einem Gefängnis in Kalifornien, bevor er an Deutschland ausgeliefert wird. Bildrechte: dpa
Der Vorsitzende Richter der 29. Strafkammer des Frankfurter Landgerichts, Heinrich Gehrke, greift vor Verhandlungsbeginn am 3.7.1997 zu einem Aktenordner.
Vor der 29. Strafkammer des Frankfurter Landgerichts beginnt am 3. Juli 1997 der Prozess gegen ihn. Es ist das größte Strafverfahren, das das deutsche Baugewerbe je erlebt hat. 450 Seiten umfasst die Anklageschrift. (Im Bild: Der Vorsitzende Richter Heinrich Gehrke mit Prozessakten) Bildrechte: dpa
Jürgen Schneider mit seinen Rechtsanwälten Franz Salditt und Christoph Rückel im Gerichtssaal in Frankfurt
"Ich bin kein Unschuldslamm", sagt Jürgen Schneider gleich zu Prozessbeginn und gesteht freimütig, die Banken betrogen zu haben. Er habe Scheinrechnungen ausgestellt und falsche Angaben über die Größe seiner Immobilien gemacht, um höhere Kredite gewährt zu bekommen. Bildrechte: dpa
Ein großes Aufgebot von Fotografen erwartet Jürgen Schneider am Donnerstag (22.01.1998) vor dem Gefängnis in Frankfurt. Der wegen schweren Betruges zu sechs Jahren und neun Monaten Haft verurteilte Immobilienspekulant ist zur Verbüßung seiner Reststrafe angetreten.
Ein großes Aufgebot von Fotografen erwartet Jürgen Schneider am 22. Januar 1998 vor dem Gefängnis in Frankfurt/Main, in dem er seine Strafe verbüßen muss. Bildrechte: dpa
Jürgen Schneider
Im Frühjahr 1994 muss Jürgen Schneider seinen Hauptkreditgeber, die Deutsche Bank, über eine drohende Zahlungsunfähigkeit informieren. Am 10. April 1994 vermelden die Nachrichten: Der Bauunternehmer Jürgen Schneider und seine Frau seien verschwunden. Bildrechte: dpa
Der verurteilte ehemalige Baulöwe Jürgen Schneider verläßt am 23.12.1997 verläßt mit seiner Ehefrau Claudia Schneider-Granzow den Gerichtssaal des Frankfurter Landgerichts.
Am 23. Dezember 1997 verkündet das Frankfurter Landgericht das Urteil. Jürgen Schneider wird wegen schweren Betrugs, Kreditbetrugs und Urkundenfälschung zu sechs Jahren und neun Monaten Gefängnis verurteilt. Als strafmildernd wertet das Gericht die ungeheuerliche Leichtfertigkeit der Banken. (Auf dem Bild verlässt er nach der Urteilsverkündung gemeinsam mit seiner Ehefrau den Gerichtssaal.) Bildrechte: dpa
Jürgen Schneider
Die Haftstrafe übersteht er relativ gut. "Ich komme vom Bau, da kann man mit Menschen umgehen", so Schneider. Im Gefängnis schreibt er ein Buch über sein Leben als Immobilien-Mogul und Betrüger, das er 2001 auf der Frankfurter Buchmesse vorstellt. Bildrechte: dpa
Jürgen Schneider mit Ehefrau Claudia während eines Interviews in Leipzig
Jürgen Schneider mit Ehefrau Claudia bei einem Besuch 2009 in Leipzig: Schneider sagt damals: "Die Menschen erkennen mich und freuen sich, weil ich Leipzig schöner gemacht habe." (Über dieses Thema berichtet der MDR in der Dokumentation "Der Auf-Schneider": TV | 13.01.2019 | 20:15 Uhr) Bildrechte: imago stock&people
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