Mathematikunterricht 1967
Bildrechte: dpa

Kurz und knapp Polytechnische Oberschule (POS)

Mathematikunterricht 1967
Bildrechte: dpa

Die POS, die Polytechnische Oberschule, wurde 1959 in der DDR eingeführt. Sie besuchten fast alle Kinder von der 1. bis zur 10. Klasse. Der Lehrplan wurde zentral vom Ministerium für Volksbildung bestimmt. Alle Schüler hatten die gleichen Schulbücher, den gleichen Lehrstoff und die gleichen Prüfungen. Ausnahmen waren Spezialschulen mit besonderer sprachlicher oder naturwissenschaftlicher Ausrichtung.

Protagonisten aus "Kinder des Ostens" 1 min
Bildrechte: MITTELDEUTSCHER RUNDFUNK

Leistungsschwache Schüler konnten die Schule nach acht Jahren beenden. Bis in die 1970er-Jahre hinein gingen die Schüler nach der 8. Klasse auch an die EOS, die zum Abitur nach der 12. Klasse führte. In den 1980er-Jahren kamen sie dann erst nach der 10. Klasse an die Erweiterte Oberschule.

Die Schüler hatten täglich sechs Stunden Unterricht (die kleinen weniger), am Sonnabend ging die Schule bis zum Mittag. Angegliedert an die POS war der Schulhort, in dem die Kinder nach der Schule von Erziehern, in der Regel Frauen, den sogenannten Hortnerinnen, betreut wurden.

Zuletzt aktualisiert: 14. November 2019, 12:22 Uhr