Rechte Strageien Der Rechtsextremismus setzt sich durch

Mit unterschiedlichen Strategien versuchen Rechtsextremisten, in den neuen Ländern Fuß zu fassen. Für die NPD steht ein Aktionsbündnis mit Neonazis im Mittelpunkt.

Blick auf ein rassistisches Wahlplakat der rechtsextremen NPD vor dem Schützenhaus in Pößneck (Saale-Orla-Kreis). (2009)
Rassistisches Wahlplakat der NPD Bildrechte: dpa

Sie setzt auf eine dreigeteilte Strategie: den "Kampf um die Parlamente", den "Kampf um die Köpfe" und den "Kampf um die Straße". Während mit Demonstrationen die militanten Kameradschaften an die NPD gebunden werden sollen, markiert der "Kampf um die Parlamente" die bürgerliche Seite der Nationaldemokraten. Das Profil ist klar "national" und "sozialistisch", was sowohl Neonazis wie auch von der Wiedervereinigung frustrierte Wählerschichten ansprechen soll.

Im Gegensatz zur NPD setzt die "Deutsche Volksunion" auf teure Flugzettel- und Zeitungskampagnen. Deutschtümelnde und latent rassistische Ressentiments werden an alle Haushalte verteilt. Im Gegensatz zur NPD, die rechtsextremistische Gesinnungsarbeit leistet, spricht der plumpe Wahlkampf der DVU klassische Protestwähler an.

Die Republikaner hingegen präsentieren sich im Gewand einer konservativen Wahlpartei, allerdings im deutlich nationalistischen Gewand. Auffallend ist in Sachsen und Thüringen, dass viele Parteigänger der Republikaner im Gegensatz zur Bundesführung die Strategie einer "Vereinten Rechten" bevorzugen.