Udo Voigt: "Die BRD ist ein illegitimes System"

Der Diplom-Politologe und ehemalige Bundeswehroffizier Udo Voigt tritt bereits 1968 als Sechzehnjähriger der NPD bei. Ab 1982 ist er Mitglied des Bayerischen Landesvorstandes.

Gleichzeitig leitet er 1986 bis 1993 das NPD-Bildungszentrum in Iseo in Oberitalien. Von 1996 bis 2011 ist Udo Voigt Bundesvorsitzender der NPD. In dieser Position forciert er die Zusammenarbeit mit neonazistischen Kameradschaften und kommentiert das Bündnis mit den Worten Willy Brandts "Es wächst zusammen, was zusammen gehört".  Aber auch mit den großen rechtsextremen Wahlparteien sucht Voigt die Kooperation. Im Jahr 2005 stellt er gemeinsam mit der "Deutschen Volksunion" eine gemeinsame Wahlliste für die Bundestagswahl verkündet er in diesem Zusammenhang eine "Volksfront von Rechts".

Signifikant für die politische Verortung Udo Voigts ist ein Interview in der rechtsradikalen Wochenzeitung "Junge Freiheit". Hier bezeichnet er die BRD als ein "illegitimes System" und nennt Adolf Hitler einen "großen deutschen Staatsmann". Unter seiner Führung wendet sich die NPD zeitgleich auch sozial- und wirtschaftspolitischen Themen zu. So verkündet Voigt eine "totale Umstrukturierung der deutschen Wirtschaft". Soziale Einschnitte lehnt die NPD fortan ab. Der Widerstand gegen die "Hartz-Reformen" wird zum wichtigsten Propagandathema. Mit diesem Strategiewechsel schafft Voigt die Grundlagen für die Wahlerfolge im Osten.