Leipziger Luxus Jürgen Schneiders prächtige Paläste

Seine Gebäude gehören zu den Vorzeigeimmobilien Leipzigs: Kurz nach der Wende kaufte Jürgen Schneider mehr als 70 Gebäude in der Messestadt. Insgesamt gehörten dem Bauunternehmer mehr als 150 Luxus-Immobilien.

Die Gebäude des ehemaligen Schneider-Imperiums in Leipzig zählen zu den Aushängeschildern der Stadt. Schneiders Liebe zu Leipzig begann 1990, als er erstmals in die Messestadt reiste. Danach begann seine Einkaufstour im Osten.

Leipzig als "Waterloo"

Das Geld für seine Leipziger Immobilien borgte sich Schneider bei mehr als 20 Banken. Aber sein Engagement in der Messestadt wurde, wie Schneider einmal sagte, sein "Waterloo". Zu dem Zeitpunkt nämlich, als er in Leipzig einzukaufen begann, hatte er im Westen bereits einen Schuldenberg von mehr als zwei Milliarden D-Mark angehäuft. Schneider übertrieb sein "Spiel". Im April 1994 hat Schneider mehr als fünf Milliarden D-Mark Kreditschulden. Ihm bleibt nur noch die Flucht. Es wird gegen ihn ermittelt. Am 25. April 1994 wurde Haftbefehl gegen den flüchtigen "Baulöwen" erlassen. Am 23. Februar 1996 von den US-Behörden ausgeliefert und nach Deutschland überführt.

Schneiders Liebe zu Leipzig

Zu seiner Motivation, in Leipzig zu investieren, sagte Schneider einmal: "Im Zentrum der Stadt lag eine bauliche Schönheit im Dornröschenschlaf und ich war der Prinz, der sie wach küssen wollte und konnte".

Über dieses Thema berichtet der MDR in der Dokumentation "Der Auf-Schneider" TV | 20.05.2020 | 20:15 Uhr