«Schneider-Immobilie» in Leipzig
Das Romanushaus in der Katharinenstraße: Es gilt als eines der prächtigsten barocken Wohnpalais der Stadt und wurde zu Beginn des 18. Jahrhunderts von Bürgermeister Franz Conrad Romanus errichtet. Bildrechte: MDR/Saxonia Entertainment

Leipziger Luxus Schneiders prächtige Paläste

Seine Gebäude gehören zu den Vorzeigeimmobilien Leipzigs: Kurz nach der Wende kaufte Jürgen Schneider mehr als 70 Gebäude in der Messestadt. Insgesamt gehörten dem Bauunternehmer mehr als 150 Luxus-Immobilien.

«Schneider-Immobilie» in Leipzig
Das Romanushaus in der Katharinenstraße: Es gilt als eines der prächtigsten barocken Wohnpalais der Stadt und wurde zu Beginn des 18. Jahrhunderts von Bürgermeister Franz Conrad Romanus errichtet. Bildrechte: MDR/Saxonia Entertainment

Die Gebäude des ehemaligen Schneider-Imperiums in Leipzig zählen zu den Aushängeschildern der Stadt. Seine Liebe zu Leipzig begann 1990 als er erstmals in die Messestadt reiste. Danach begann seine Einkaufstour im Osten.

Leipzig als "Waterloo"

Jürgen Schneider vor Mädler Passage
Schneider vor der Leipziger Mädler-Passage. Bildrechte: dpa

Das Geld für seine Leipziger Immobilien borgte sich Schneider bei mehr als 20 Banken. Aber sein Engagement in der Messestadt wurde, wie Schneider einmal sagte, sein "Waterloo". Zu dem Zeitpunkt nämlich, als er in Leipzig einzukaufen begann, hatte er im Westen bereits einen Schuldenberg von mehr als zwei Milliarden D-Mark angehäuft.

Schneiders Liebe zur Messestadt

Zu seiner Motivation sagte Schneider einmal: "Im Zentrum der Stadt lag eine bauliche Schönheit im Dornröschenschlaf und ich war der Prinz, der sie wach küssen wollte und konnte".

Leipziger Luxus in Bildern

Schneider Immobilien in Leipzig mit der Drohne aufgenommen.
Zu den Filetstücken, die Schneider in der Messestadt 1991 erworben hatte, gehört die Mädler-Passage, die er aufwendig sanieren ließ. Bildrechte: MDR/Saxonia Entertainment
Schneider Immobilien in Leipzig mit der Drohne aufgenommen.
Zu den Filetstücken, die Schneider in der Messestadt 1991 erworben hatte, gehört die Mädler-Passage, die er aufwendig sanieren ließ. Bildrechte: MDR/Saxonia Entertainment
Schneider Immobilien in Leipzig mit der Drohne aufgenommen.
Die prächtige Passage wurde im 16. Jahrhundert als Handelshof mit Kaufgewölben errichtet und zwischen 1911 und 1914 von Anton Mädler ausgebaut. Bildrechte: MDR/Saxonia Entertainment
«Schneider-Immobilie» in Leipzig
Auf seiner Einkaufstour im Osten erwarb er auch den "Barthels Hof", direkt neben dem Markt in der Innenstadt. Bildrechte: MDR/Saxonia Entertainment
Schneider Immobilien in Leipzig mit der Drohne aufgenommen.
Die Passage und auch "Auerbachs Keller" gehörten nach der Schneider-Pleite zur Konkursmasse des Immobilienspekulanten. Der Weinkeller wurde durch Goethes "Faust" berühmt. Daran erinnern die Bronzefiguren von Faust und Mephisto. Bildrechte: MDR/Saxonia Entertainment
«Schneider-Immobilie» in Leipzig
Das alte Handelshaus in der Leipziger Hainstraße am Markt gehörte zu seinen ersten Leipziger Immobilien. Bildrechte: MDR/Saxonia Entertainment
«Schneider-Immobilie» in Leipzig
Trotz des Konkurses von Schneider wurde das Gebäude für mehr als 90 Millionen Mark saniert und erstrahlt heute in neuem Glanz. Bildrechte: MDR/Saxonia Entertainment
«Schneider-Immobilie» in Leipzig
1991 erwarb Schneider das renommierte Luxus-Hotel "Fürstenhof" für 46 Millionen DM und verkaufte es später wieder für 450 Millionen DM. Bildrechte: MDR/Saxonia Entertainment
«Schneider-Immobilie» in Leipzig
Das Gebäude wurde 1770 bis 1772 errichtet, diente dann als Residenz des Leipziger Ratsherrn Heinrich Löhr und wurde 1889 als Hotel "Fürstenhof" eröffnet. (Über dieses Thema berichtet der MDR in der Dokumentation "Der Auf-Schneider": TV | 13.01.2019 | 20:15 Uhr) Bildrechte: MDR/Saxonia Entertainment
Alle (8) Bilder anzeigen

Über dieses Thema berichtet der MDR in der Dokumentation "Der Auf-Schneider" TV | 13.01.2019 | 20:15 Uhr

Zuletzt aktualisiert: 09. Januar 2019, 14:11 Uhr