Emmy Göring - Der Film zum Klicken Immer an seiner Seite

Hermann und Emmy Göring
Zu diesem Zeitpunkt ist Göring auf Wahlkampfreise durch Thüringen, im Juli 1932 stehen Reichstagswahlen an. Der Politiker ist weit über seine Partei, die NSDAP, hinaus ein Held, im 1. Weltkrieg war er Jagdflieger. In der Republik ist er ohne Orientierung. Doch seine Karriere nimmt wieder Fahrt auf. Denn nach den Reichstagswahlen im Juli stellt seine Partei die stärkste Fraktion. Mit der "Machtergreifung" 1933 steigt er auf zum Ministerpräsidenten und Innenminister von Preußen. Eine Stellung, die es ihm erlaubt, handfest gegen politische Gegner vorzugehen. Bildrechte: MITTELDEUTSCHER RUNDFUNK
Hermann Göring mit Ehefrau Emmy und Tochter Edda
Drei Jahre nach der Hochzeit bringt die 45jährige Tochter Edda zur Welt. Adolf Hitler wird Eddas Pate. Bildrechte: IMAGO
Hermann und Emmy Göring
Zu diesem Zeitpunkt ist Göring auf Wahlkampfreise durch Thüringen, im Juli 1932 stehen Reichstagswahlen an. Der Politiker ist weit über seine Partei, die NSDAP, hinaus ein Held, im 1. Weltkrieg war er Jagdflieger. In der Republik ist er ohne Orientierung. Doch seine Karriere nimmt wieder Fahrt auf. Denn nach den Reichstagswahlen im Juli stellt seine Partei die stärkste Fraktion. Mit der "Machtergreifung" 1933 steigt er auf zum Ministerpräsidenten und Innenminister von Preußen. Eine Stellung, die es ihm erlaubt, handfest gegen politische Gegner vorzugehen. Bildrechte: MITTELDEUTSCHER RUNDFUNK
Szene aus dem GMD-Film über Emmy Göring
"Sie benutzt in ihren ganzen Erinnerungen und in ihren Aussagen eine Sprache, die man aus den Verfilmungen der 1930er-Jahre kennt. Es wirkt unnatürlich, bühnenhaft. Es lässt schließen auf eine sehr oberflächliche Sicht der Dinge. Und diese Emotion, die da drin ist, scheint mir eher so sekundär reintransportiert und nicht wirklich erlebt zu sein." Diesen Eindruck gewinnt Psychologe Andreas Steiner. Bildrechte: MITTELDEUTSCHER RUNDFUNK
Mann
Hermann Göring ist nun kommissarischer Innenminister von Preußen. Bereits wenige Tage nach seinem Amtsantritt ordnet er den Einsatz von SA und SS als Hilfspolizisten an. Die 50.000 Mann sollen Kommunisten und Regimegegner verfolgen. Der britische Historiker Richard Overy beschreibt Göring als "gerissen" und skrupellos: "Hitler hat gelegentlich gezögert und war unsicher. Göring war in Krisen wie Hitler einmal gesagt hat, "eiskalt" und "brutal". Er hatte die Lösung eines Problems immer klar vor Augen. In diesem Punkt war Hitler von Göring abhängig." "Ich werde mit eisernem Besen auskehren und alle diejenigen, die ausschließlich wegen ihrer roten oder schwarzen Gesinnung in Amt und Würden sitzen und nationale Bestrebungen unterdrücken, hinausfegen." So tönt er in einer Wochenschau vom März 1933. Die Fülle der von Göring verfügten Verhaftungen führt zur Errichtung erster Konzentrationslager. Er selbst leitet seit 1934 das KZ Oranienburg. Bildrechte: MITTELDEUTSCHER RUNDFUNK
Schauspielerin Kirsten Block als Emmy Göring
Emmy Sonnemann wird dazu später sagen: Sie habe geglaubt, dass die KZ nicht für Juden, sondern für kommunistische Staatsfeinde, die dort eine politische Umschulung erfahren sollten, eingerichtet worden seien. Bildrechte: MITTELDEUTSCHER RUNDFUNK
Skulptur vor Gebäude
In Berlin erkämpft sich Göring bei Hitler ein weiteres Hoheitsgebiet. Er wird Schirmherr des staatlichen Schauspielhauses. Als erste Amtshandlung kippt er den Spielplan und redet bei der Besetzung mit. Seit 1934 ist Görings Günstling, der Schauspieler und Regisseur Gustav Gründgens, Intendant des Theaters. Seine Freundin bekommt auf einmal Hauptrollen. Auch Filmangebote folgen. Bildrechte: MITTELDEUTSCHER RUNDFUNK
Frau
"Sie war ihr ganzes Leben davon überzeugt, dass ihr Karrieresprung in diesem Alter aus heiterem Himmel erfolgte", sagt die Historikerin Anna Sigmund. Bildrechte: MITTELDEUTSCHER RUNDFUNK
1937, Hermann Göring mit Ehefrau Emmy in der Oper in Berlin
Wenn Emmy Sonnemann keinen Auftritt hat, besucht sie mit Hermann Göring Vorstellungen. Göring sammelt in diesen Jahren Titel und Macht. Reichsforst- und Jägermeister ist er bereits. 1935 wird er Befehlshaber der Luftwaffe. Als Wirtschaftsbeauftragter macht er die Deutschen kriegstauglich. 1935 verkündet Göring die Rassengesetze in Nürnberg. Wenige Jahre später beauftragt Göring Reinhard Heydrich mit der sogenannten Endlösung der Judenfrage. Göring ist nun ein reicher Mann, denn für jedes Amt lässt er sich fürstlich bezahlen. 30.000 Reichsmark verdient er im Monat, ein Arbeiter bekommt damals nur 150 Reichsmark. Bildrechte: IMAGO
Treppenhaus
Auch Emmy Sonnemann profitiert vom Aufstieg ihres Freundes. Ihre Tage verbringt sie im Theater mit Schauspielkollegen, darunter sind zahlreiche Juden und Regimekritiker. Alles Menschen, die ihr Mann gerne beseitigen würde. Sie berichtet später, wie entsetzt ihre jüdische Freundin Rose Corvan reagierte, als sie ihr eröffnete, sie sei mit Hermann Göring liiert. Sie habe ihr geantwortet: "Aber Röschen, das hat doch nichts mit uns zu tun." Bildrechte: MITTELDEUTSCHER RUNDFUNK
Mann betrachtet Foto einer Frau
"Emmy Göring blendet alles aus, was nicht in ihr Bild von Göring und dem damit verknüpften Nationalsozialismus passt", sagt Psychologe Andreas Steiner. "Die Psychologie nennt das Dissoziation, das Abspalten von Teilen des Erlebens." Dem zweiten Mann im Staat scheint eine lose Liaison mit Emmy Sonnemann zu genügen. Dass er seine erste Frau Carin immer mehr vergöttert, auch das verdrängt sie. Bildrechte: MITTELDEUTSCHER RUNDFUNK
Text
Doch Hitler schreitet ein. Sein Stellvertreter soll endlich heiraten. In einem Brief hält Göring dann um ihre Hand an. Als die beiden am 10. April 1935 ihre Hochzeit abhalten, ist Feiertag im Reich und Hitler selbst erscheint als Trauzeuge. Von nun an erhält die "Staatsschauspielerin" Emmy Göring eine monatliche Rente von 10.000 Reichsmark. Bildrechte: MITTELDEUTSCHER RUNDFUNK
Skulptur
Die Trauung im Berliner Dom ist ein Ereignis. Viele zollen mehr oder weniger freiwillig Tribut, wie der britische Historiker Richard Overy erklärt: "Göring hat durch Offizielle wissen lassen, dass Geschenke willkommen sind. Als die Leute erkannt haben, dass man sich damit Vorteile verschaffen konnte, überschlugen sie sich mit Gaben, zum Beispiel die Industriellen. Sie wollten damit Rüstungsaufträge bekommen oder die Wirtschaftspolitik beeinflussen." Bildrechte: MITTELDEUTSCHER RUNDFUNK
Heiligenbild
Wie schon bei der Hochzeit treffen Wagenladungen mit Geschenken ein, darunter wieder ein Cranach-Gemälde, dieses Mal von der Stadt Köln die "Madonna mit dem Kinde". Nach dem Krieg dazu befragt, kann sie daran "nicht Unrechtmäßiges" erkennen. Vielmehr wird sie noch Jahrzehnte später vor Gerichten gegen die Herausgabe dieser und anderer von ihrem Mann geraubter Kunstgegenstände streiten. Auch in der "Revue" wird sie sagen, sie sei gar nicht auf die Idee gekommen zu fragen, woher all die Geschenke seien. Bildrechte: MITTELDEUTSCHER RUNDFUNK
Szene aus dem GMD-Film über Emmy Göring
Auch in Carinhall in der Schorfheide bei Berlin stapeln sich bald die Kunstschätze. Woher Göring das Geld dafür hatte? Bildrechte: MITTELDEUTSCHER RUNDFUNK
Szene aus dem GMD-Film über Emmy Göring
Emmy Göring weiß von nichts. Ihr Mann nennt es nach dem Sieg gegen Frankreich damals, er fahre Einkaufen nach Paris. Er erwirbt Kunstschätze weit unter Marktwert, sie sind zwangsenteignet. Die rechtmäßigen Besitzer seiner Reichtümer sterben derweil in Konzentrationslagern. Bildrechte: MITTELDEUTSCHER RUNDFUNK
Mann
Im Interview mit der "Revue" wäscht sie ihre Hände in Unschuld. Auf die Frage, was aus ihrer jüdischen Freundin Rose Corvan geworden sei, sagt sie, sie habe sich um sie gekümmert und sich bei Himmler persönlich dafür eingesetzt, dass sie nicht von ihrem Mann getrennt würde. Am Ende kommen beide nach Theresienstadt - und kehren nicht zurück. Emmy Göring flüchtet sich bis an ihr Lebensende in Selbstgerechtigkeit, in die Geschichte von der Liebe zu ihrem Mann, für die sie nun bestraft würde. 1973 stirbt sie in München. Bildrechte: MITTELDEUTSCHER RUNDFUNK
Alle (16) Bilder anzeigen
Hermann und Emmy Göring
Zu diesem Zeitpunkt ist Göring auf Wahlkampfreise durch Thüringen, im Juli 1932 stehen Reichstagswahlen an. Der Politiker ist weit über seine Partei, die NSDAP, hinaus ein Held, im 1. Weltkrieg war er Jagdflieger. In der Republik ist er ohne Orientierung. Doch seine Karriere nimmt wieder Fahrt auf. Denn nach den Reichstagswahlen im Juli stellt seine Partei die stärkste Fraktion. Mit der "Machtergreifung" 1933 steigt er auf zum Ministerpräsidenten und Innenminister von Preußen. Eine Stellung, die es ihm erlaubt, handfest gegen politische Gegner vorzugehen. Bildrechte: MITTELDEUTSCHER RUNDFUNK