Jahrestage, Jubiläen, Ereignisse #blickzurück: 1. März

Impfplicht gegen Masern eingeführt

2020 wurde die Impfpflicht gegen die hochansteckende Infektionskrankheit Masern eingeführt. Menschen, die Gemeinschafts- oder Gesundheitseinrichtungen wie Schulen oder Kindergärten besuchen, müssen seitdem einen Impf- oder Immunitätsnachweis vorzeigen. Auch in der DDR gab es Pflichtimpfungen. Im Kampf gegen Polio oder Kinderlähmung erzielte das Impfprogramm der DDR große Erfolge.

Eine Arzthelferin impft in einer Arztpraxis eine Patentin mit einer Spritze.
2019 gab es weltweilt so viele Masern-Infektionen wie seit 20 Jahren nicht mehr. Mehr als 207.000 Menschen starben. Bildrechte: dpa

Leipzig bekommt Ostdeutschlands erste Umweltzone

2011 wurde in Leipzig als erster Stadt in Ostdeutschland eine Umweltzone eingeführt. Rund 60 Prozent der Stadt dürfen nur noch von Fahrzeugen mit einer grünen Plakette befahren werden. Seitdem ist die Luft gesünder, da weniger giftiger Feinstaub ausgestoßen wird. Schon in den 1980er-Jahren hatte Ostdeutschland mit Luftverschmutzung und Umweltschäden zu kämpfen.

Ein Schild weist neben dem Leipziger Löwen am auf die Umweltzone in Leipzig hin
Die Einführung der Umweltzone war eine von 48 Maßnahmen im Luftreinhalteplan der Stadt Leipzig. 2018 wurde der Katalog auf 50 Maßnahmen erweitert. Bildrechte: dpa

Berühmter tschechischer Roman erscheint

1921 erschien der erste Band des tschechischen Romans "Die Abenteuer des braven Soldaten Schwejk" von Jaroslav Hašek. Die Anti-Kriegs-Satire wurde zum Erfolg und in mindestens 58 Sprachen übersetzt. Hašeks verstarb 1923, noch bevor er den vierten Band des Romans beenden konnte.

Jaroslav Hašek
"Die Abenteuer des braven Soldaten Schwejk" ist das meistübersetzte tschechische Buch. Bildrechte: dpa

Uranerz-Förderung im Erzgebirge eingestellt

1991 wurde die Förderung von Uranerz durch die "Sowjetisch-Deutsche Aktiengesellschaft Wismut" im Erzgebirge eingestellt. Da das Vorkommen erschöpft ist, verlor die Sowjetunion das Interesse an der Region. 1990 einigten sich die DDR und UdSSR darauf, die Tätigkeit der "SDAG Wismut" nach 45 Jahren zu beenden. Insgesamt wurden in den Bergwerken mehr als 231.400 Tonnen Uran abgebaut.