Chronik der DDR-Geschichte 1955 bis 1959

1955

25. Januar
Die Sowjetunion erklärt den Kriegszustand mit Deutschland für beendet.
01. Mai
Erstmals treten bewaffnete "Kampfgruppen der Arbeiterklasse" bei Maidemonstrationen auf.
05. Mai
Die Bundesrepublik Deutschland erhält die staatliche Souveränität und wird Mitglied der NATO.
11. – 14. Mai
Abschluss des Warschauer Paktes. Die DDR wird Mitglied.
20. September
Nach Regierungsverhandlungen in Moskau wird die "volle Souveränität" der DDR bestätigt.

1956

18. Januar
Die Volkskammer verabschiedet das Gesetz über die Schaffung der Nationalen Volksarmee (NVA) und des Ministeriums für Nationale Verteidigung (MfNV). Die KVP steht hierfür als Kaderarmee mit mehr als 100.000 Mann zur Verfügung.
14. – 25. Februar
XX. Parteitag der KPdSU in Moskau. Die Geheimrede Chruschtschows markiert den Beginn der Entstalinisierung in der Sowjetunion und ihren sozialistischen Bruderländern.
01. März
Das MfNV sowie die Kommandos der Militärbezirke (MB) der Landstreitkräfte sowie der Luft- und Seestreitkräfte der NVA melden ihre Einsatzbereitschaft. Seit 1957 "Tag der NVA".
23. Oktober – 11. November
Aufstand weiter Teile des ungarischen Volkes und der ungarischen Volksarmee (bis auf ein Regiment) gegen das altstalinistische Regime Rakosi und die sowjetischen Interventionstruppen.

1957

27. – 28. April
Gründung des "Deutschen Turn- und Sportbundes" (DTSB) in Ost-Berlin.
27. Juli
Regierung der DDR schlägt Konföderation zwischen DDR und Bundesrepublik vor.
4. Oktober
Die Sowjetunion startet den ersten Weltraumsatelliten "Sputnik 1".
16. - 19. Oktober
33. ZK-Plenum der SED: Revisionismuskritik an MfS-Chef Ernst Wollweber und anderen.
November
Beginn der Serienfertigung des Trabant P 50 (500 ccm/18 PS).
11. Dezember
Die Volkskammer beschließt ein neues Passgesetz, um u.a. die Zahl der Westreisen zu reduzieren.
16. Dezember
Der erste Atomreaktor der DDR geht in Rossendorf bei Dresden in Betrieb.

1958

28. Februar – 02. März
Hochschulkonferenz der SED legt die Aufgaben der Universitäten und Hochschulen beim Aufbau des Sozialismus fest.
29. Mai
In der DDR werden die Lebensmittelkarten abgeschafft.
10. – 16. Juli
V. Parteitag der SED.
27. Oktober
Walter Ulbricht erklärt den Sowjetischen Sektor von Groß-Berlin zum Hoheitsgebiet der DDR.
10. November
Chruschtschow verkündet das so genannte Berlin-Ultimatum: Innerhalb eines Jahres soll Berlin in eine Freie Stadt umgewandelt werden. Forderung nach Aufhebung des "Viermächtestatus".

1959

24. April
1. Bitterfelder Kulturkonferenz. Dem Appell "Künstler in die Produktion!" folgen zahlreiche DDR-Schriftsteller. So absolviert Christa Wolf ein Betriebspraktikum im VEB Waggonbau Halle. Dort leitet sie einen "Zirkel schreibender Arbeiter". Die Kampagne für eine engere Verbindung von Künstlern und Arbeitern geht als "Bitterfelder Weg" in die Geschichte ein.
11. Mai – 20. Juni / 13. Juli – 05. August
Außenministerkonferenz der Vier Großmächte in Genf. Delegationen aus beiden deutschen Staaten nehmen als Beobachter teil.
02. Dezember
Volkskammer beschließt Gesetz über die sozialistische Entwicklung des Schulwesens in der DDR (10-jährige Schulpflicht).

Zuletzt aktualisiert: 25. Januar 2009, 13:51 Uhr