Chronik der DDR-Geschichte 1965 bis 1969

1965

25. Februar
Die Volkskammer verabschiedet das "Gesetz über das einheitliche sozialistische Bildungssystem".
15. – 18. Dezember
11. Plenum des ZK beschließt die zweite Etappe des "Neuen ökonomischen Systems" und kritisiert unbotmäßige Schriftsteller und Künstler.

1966

1. April
Ab sofort ist jede zweite Arbeitswoche in der DDR eine 5-Tage-Woche, d.h. jeder zweite Sonnabend ist arbeitsfrei.
9. Mai
In Rheinsberg wird das erste Atomkraftwerk der DDR in Betrieb genommen.
10. Oktober
Übereinkunft über die Passierscheinstelle für dringende Familienangelegenheiten in West-Berlin (Härtestelle) unterzeichnet.

1967

20. Februar
Volkskammer verabschiedet Gesetz über die "Staatsbürgerschaft der DDR".
1. – 18. August
Einseitige Grenzmarkierung an der gesamten "Staatsgrenze/West". Die ersten Metallgitterzäune werden errichtet.
28. August
Einführung der 5-Tage-Arbeitswoche (wöchentliche Arbeitszeit 43,75 Stunden).

1968

9. April
Die nach dem Vorbild osteuropäischer Volksdemokratien (führende Rolle der SED) geschaffene zweite DDR-Verfassung tritt in Kraft.
11. Juni
DDR führt Pass- und Visapflicht im Reise- und Transitverkehr zwischen der Bundesrepublik und West-Berlin ein.
20./21. August
Einmarsch von Truppen des Warschauer Paktes in die ČSSR zur Niederschlagung der Reformbewegung. NVA-Truppen werden in Bereitstellungsräumen in der DDR als Reserve bereitgehalten.
12. November
Breschnew-Doktrin: Verpflichtung zur "militärischen Hilfe" bei drohender Abspaltung vom Sowjetimperium.

1969

21. – 22. März
Kongress der Nationalen Front des demokratischen Deutschland in Ost-Berlin beschließt, die "sozialistische Menschengemeinschaft" zu fördern.