Seit 12. August Wanderausstellung in Marienborn

Die Wanderausstellung "Damals in der DDR. 20 Geschichten aus 40 Jahren – Die Ausstellung zum Multimedia-Projekt" ist am Freitag, 12. August in der Gedenkstätte Deutsche Teilung Marienborn eröffnet worden. Sie wird bis zum 25. September jeweils Dienstag bis Sonntag von 10 bis 17 Uhr zu besichtigen sein.

Basierend auf den Recherchen des Multimedia-Projekts "Damals in der DDR" hat das Zeitgeschichtliche Forum Leipzig eine gleichnamige Ausstellung zusammengestellt. Analog zur zehnteiligen MDR-Fernsehserie bietet sie einen thematisch-chronologischen Gang durch die DDR-Geschichte zwischen 1949 und 1989. Vor dem jeweiligen historischen Hintergrund ist dabei der Fokus auf zwanzig Zeitzeugen und ihre Geschichte(n) gerichtet. Bislang unveröffentlichte Fotos, Urkunden und Objekte lassen Erinnerungen lebendig werden. Zeitgenössische Plakate, Fotos und Dokumente aus der eigenen Sammlung verknüpfen historische Ereignisse aus 40 Jahren DDR mit den persönlichen Erlebnissen. Die Ausstellung war in diesem Jahr schon in der Gedenkstätte Point Alpha an der hessisch - thüringischen Grenze zu sehen, wandert im Herbst nach Schwedt und soll im nächsten Jahr in Erlangen zu sehen sein.

Die Ausstellung ist am 12. August durch Herrn Dr. Joachim Scherrieble, den Leiter der Gedenkstätte Deutsche Teilung Marienborn eröffnet worden. Weitere Gäste waren Gerhard Ruden, Landesbeauftragter für die Unterlagen des Staatssicherheitsdienstes der ehemaligen DDR des Landes Sachsen-Anhalt, Burkhard Kunst, Redakteur Politik/Zeitgeschehen beim MDR FERNSEHEN, Frau Dr. Henrike Girmond, Projektleiterin der Ausstellung im Zeitgeschichtlichen Forum und der Staatssekretär im Kultusministerium des Landes Sachsen-Anhalt, Wolfgang Böhm. Im Anschluss fand ein Zeitzeugengespräch mit Karl-Heinz Krause aus Leipzig statt.

Die Gedenkstätte Deutsche Teilung Marienborn befindet sich auf dem Bereich der ehemaligen Grenzübergangsstelle Marienborn, ca. 1,5 km von der damaligen innerdeutschen Grenze entfernt, an der Bundesautobahn A 2. Gemeinsam mit dem Eisenbahnkontrollpunkt Marienborn befand sich hier mit über 1000 Bediensteten die größte und bedeutendste Kontrollstelle außerhalb Berlins. Hier wurden die Reisenden, ihre Fahrzeuge und die transportierten Güter, fast lückenlos kontrolliert. Ein weit in das Hinterland reichendes Überwachungssystem verhinderte im Zusammenspiel mit den eigentlichen Sperranlagen jeden Fluchtversuch für DDR-Bürger.

Die Besucher der Gedenkstätte können sich das Gelände selbständig erschließen sowie ehemalige Funktionseinheiten im Rahmen einer Führung besichtigen. Im Dokumentationszentrum informieren ein Videofilm und eine Ausstellung über die Geschichte der Grenzübergangsstelle Marienborn und deren historischen Zusammenhänge.


Gedenkstätte Deutsche Teilung Marienborn
An der A 2
39365 Marienborn

Telefon: 03 94 06/92 09-0
Telefax: 03 94 06/92 09-9

Öffnungszeiten: Dienstag bis Sonntag 10 bis 17 Uhr, Führungen nach vorheriger Anmeldung

Anfahrt mit PKW A 2 aus Richtung Berlin: Abfahrt Alleringersleben/Wefensleben, der Ausschilderung Gedenkstätte folgen

A 2 aus Richtung Hannover: Ausfahrt ESSO-Tankstelle Marienborn, der Ausschilderung Gedenkstätte folgen