Umweltverschmutzung Smog, Silbersee und saurer Regen

Zu allen Zeiten nutzt der Mensch die Ressourcen der Natur. Die Folgen, Nebenwirkungen auf Mensch und Natur, sind bei wirtschaftlichen Interessen zunächst zweitrangig. Das Thema Umweltschutz ist auch in der DDR zweitrangig.

Das Chemiedreieck der DDR

"Chemie bringt Brot, Wohlstand und Schönheit" – mit dieser Parole wurde kräftig geworben für die chemische Industrie zwischen Merseburg, Halle und Bitterfeld.

Doch der Volksmund machte sich seinen eigenen Reim auf die Beschönigungen: "Bitterfeld, Bitterfeld, wo der Dreck vom Himmel fällt ...". Die Politik überhörte solche "Zwischenrufe" geflissentlich; am Erbe der Umweltpolitik in der DDR tragen die Menschen in den einstigen Industrieregionen bis heute - manche schwerer, manche leichter.

Die DDR und die Umweltverschmutzung

Ob tote Fische im Fluß, verrußte Wäsche im Vorgarten oder verrostete Karosserien: Man konnte über die Umweltverschmutzung schimpfen - arrangieren musste man sich dennoch.

Was wiegt schwerer: Kohle oder Heimat?

Heuersdorf steht in Sachsen stellvertretend für die Geschichten vieler Dörfer in Bergbauregionen: Irgendwann wird Heimat gegen Kohle aufgewogen - und meistens sind es die Menschen, die den Baggern weichen und nicht umgekehrt. Auch in Heuersdorf ist das Fall: Die Heuersdorfer Geschichte begann vor 500 Jahren und endet 2010. Bis dahin weicht das Dorf dem Kohlenabbau, ungeachtet der Proteste der Bewohner. Das älteste Gemäuer des Ortes aus dem 13. Jahrhundert wurde verpflanzt - heute steht die Emmauskirche im zwölf Kilometer entfernten Städtchen Borna.

"Im Vorhof der Hölle": Pfarrer Karl-Heinz Dallmann in Mölbis

Als Karl-Heinz Dallmann 1986 nach Mölbis ging, wusste der Pfarrer, dass ihn keine leichte Aufgabe erwartete. Der Ort galt nicht umsonst als dreckigstes Dorf Europas! Lesen und sehen Sie, wie Pfarrer Dallmann das Dorf und seine Geheimnisse nach und nach mit allen Sinnen entdeckt.

Industrie und Umwelt im Osten - damals und heute

Fortschritt darf an einigen Orten in der DDR kosten, was er will: Gesundheit von Mensch, Tier und Planzen. Das fatale Erbe dieser Politik prägt manche Region bis heute.

Zuletzt aktualisiert: 17. März 2009, 11:57 Uhr