Berühmte Spieler der BSG Wismut Aue

Karl und Siegfried Wolf
Die Brüder Karl und Siegfried Wolf waren in Wismuts "goldenen Fünfzigern" das überragende Mittelfeldgespann. Spielwitz, Torgefährlichkeit und Kampfgeist zeichneten die beiden "Wölfe", die auch in der Nationalmannschaft gemeinsam spielten, aus. "Ich kann nicht versprechen, dass ich gut spielen werde, aber dass ich bis zum Umfallen kämpfen werde, das kann ich versprechen", war ein geflügelter Satz von Karl Wolf. Bildrechte: Deutsches Rundfunkarchiv
Karl und Siegfried Wolf
Die Brüder Karl und Siegfried Wolf waren in Wismuts "goldenen Fünfzigern" das überragende Mittelfeldgespann. Spielwitz, Torgefährlichkeit und Kampfgeist zeichneten die beiden "Wölfe", die auch in der Nationalmannschaft gemeinsam spielten, aus. "Ich kann nicht versprechen, dass ich gut spielen werde, aber dass ich bis zum Umfallen kämpfen werde, das kann ich versprechen", war ein geflügelter Satz von Karl Wolf. Bildrechte: Deutsches Rundfunkarchiv
Heinz Satrapa, Fußballer bei Wismut Aue
Mit Horch Zwickau war der 1927 geborene Heinz "Satti" Satrapa 1950 erster DDR-Meister und Torschützenkönig geworden. Als er in Zwickau wegen "Disziplinlosigkeit" entlassen wurde, ging er 1952 nach Aue und wurde mit Wismut zweimal DDR-Meister und 1956 noch einmal Oberliga-Torschützenkönig. In der Nationalmannschaft kam der Torjäger nur ein Mal zum Einsatz – er galt als politisch unzuverlässig. 1958 beendete er bei Empor Zwickau-Nord seine Karriere und arbeitete bis zu seiner Pensionierung als Trainer. Heinz Satrapa starb 2001. Bildrechte: MITTELDEUTSCHER RUNDFUNK
Konrad Schaller, Fußballer bei Wismut Aue
Weil er bei Lok Leipzig nur selten zum Einsatz kam, wechselte der Mittelfeldspieler Konrad Schaller 1965 nach Aue. Gleich bei seinem ersten Einsatz spielte er sich in die Herzen der Wismut-Fans. Er schoss das Siegtor und hielt trotz einer heftigen Verletzung tapfer bis zum Spielende durch. "Was für Deutschland Helmut Haller, ist für Wismut Konrad Schaller", skandierte man in Aue daraufhin. Obwohl Schaller zu den besten Spielern der DDR gehörte, wurde er nie in die Nationalmannschaft berufen. 1978 beendete Konrad Schaller seine Karriere und war fortan als Trainer tätig. Bildrechte: MITTELDEUTSCHER RUNDFUNK
DDR-Fußballnationalspieler Jörg Weißflog von Wismut Aue, aufgenommen am 16.10.1984.
Der 1956 in Stollberg geborene Jörg Weißflog kam 1974 als Ersatztorwart zur BSG Wismut Aue. Erst 1983 wurde er Stammspieler, avancierte dann aber schnell zu einem der besten Torhüter in der Oberliga und wurde fünfzehn Mal in die DDR-Nationalmannschaft berufen. Berühmt wurde Weißflog durch ein Tor, dass er 1986 in einem Oberligaspiel gegen den FC Carl Zeiss Jena in der 90. Minute erzielte. Nach 352 Punktspielen für Wismut Aue wechselte er 1996 zum damaligen Bundesliga-Zweitligisten Chemnitzer FC. 1998 beendete Jörg Weißflog dort seine Karriere und ist heute als Torwarttrainer bei Wismut Aue beschäftigt. Bildrechte: dpa
DDR-Fußballnationalspieler Harald Mothes von Wismut Aue in einer undatierten Archivaufnahme vom März 1987.
Der 1956 in Lößnitz geborene Harald Mothes gehörte in den achtziger Jahren zu den gefährlichsten Stürmern in der Oberliga - 88 Tore erzielte er in 303 Punktspielen für Wismut Aue. In die Nationalelf wurde er dennoch nur ein einziges Mal berufen - die Konkurrenz war zu groß. Dafür spielte Mothes 29 Mal für die Olympiaauswahl der DDR. 1990, nach dem Abstieg von Wismut Aue aus der Oberliga, beendete Mothes seine Karriere und zog nach Bayern. Er arbeitet heute als Archivar in einem Krankenhaus. Bildrechte: dpa
Der dänische Torhüter Henry From (r) pariert den Schuß des DDR-Stürmers Dieter Erler.
"Er hat alles: Ideen, Technik, Torgespür, Schlitzohrigkeit, auch Härte", lobte Karoly Soos, von 1961 bis 1968 DDR-Nationaltrainer, den Mittelfeldspieler Dieter Erler (l.). "Es gab nicht viele Spieler in Europa, die besser Regie führten als er." 1959 war der damals 20-jährige Erler von Chemie Glauchau zum SC Wismut Karl-Marx-Stadt, wie Wismut Aue von 1954 bis 1964 hieß, gewechselt. Er wurde zweimal DDR-Meister, bestritt 47 Länderspiele und war "Fußballer des Jahres 1967". Seine Karriere beendete Erler, der seit 1964 für den SC Karl-Marx-Stadt spielte, 1971. Danach arbeitete er als Trainer. Dieter Erler starb 1998. Bildrechte: dpa
DDR-Stürmer Willy Tröger (l) im Laufduell mit CSR-Läufer Svatopluk Pluskal
"Der einhändige Tröger (l.) – einer der besten Mittelstürmer Europas!", schrieben englische Zeitungen nach dem 2:1-Sieg der DDR-Nationalelf gegen Wales in der WM-Qualifikation 1957. Und auch der Kaiserslauterer Horst Eckel, Weltmeister von 1954, lobte nach einem Spiel seines Vereins gegen Wismut Aue: "Dieser Tröger ist ja internationale Klasse!" Dabei hatte Willy Tröger Handballtorwart werden wollen, doch in den letzten Kriegstagen riss ihm eine Granate die rechte Hand ab. "Und so", sagte Tröger einmal, "tröstete ich mich mit Fußball." Mit Wismut Aue wurde er in den fünfziger Jahren drei Mal DDR-Meister und Pokalsieger. Er bestritt 15 Länderspiele und wurde 1955 zum "Fußballer des Jahres" gewählt. Willy Tröger, der 1961 seine Karriere beendet und bis zu seiner Pensionierung als Trainer gearbeitet hatte, starb 2004 in Pirna. Bildrechte: dpa
Dieter Erler
Dieter Erler spielte von 1970 bis 1985 bei der BSG Wismut Aue und gehörte seinerzeit zu den besten Mittelfeldakteuren der DDR. In die Nationalmannschaft wurde er allerdings nie berufen. Er bestritt 359 Oberligaspiele für Wismut Aue und schoss dabei 78 Tore. Seit dem Ende seiner Karriere arbeitet Holger Erler als Trainer. Bildrechte: MITTELDEUTSCHER RUNDFUNK
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