Bildergalerie Udo Lindenberg 1983 im Palast der Republik

Udo Lindenberg unterwegs zum Auftritt
Berlin, 25.10.1983: Udo Lindenberg auf dem Weg zum Grenzübergang Invalidenstraße. Er werde sich auch drüben nicht den Mund verbieten lassen, sagt er. Bildrechte: DRA
Udo Lindenberg vor dem Auftritt
Gleich nach seiner Ankunft in Ost-Berlin wurde Udo Lindenberg zu einer Pressekonferenz in die "Akademie der Künste der DDR" gefahren. Die DDR maß dem Besuch Lindenbergs hohen Stellenwert bei – immerhin waren mehr Journalisten akkreditiert worden als beim Besuch des bayerischen Ministerpräsidenten Franz Josef Strauß. Lindenberg wies auf die Gefahr eines Atomkrieges hin und forderte Abrüstung in Ost und West. Bildrechte: DRA
Fans von Udo Lindenberg
Vor dem "Palast der Republik" warteten Hunderte Udo-Fans aus allen Teilen der Republik, die keine Eintrittskarten bekommen hatten. Die Karten waren fast ausschließlich an FDJ-Funktionäre und verdienstvolle Mitglieder der Jugendorganisation verteilt worden. Bildrechte: DRA
Udo Lindenberg / Palast der Republik
Am Abend des 25. Oktober 1983 fand im "Palast der Republik" die Abschlussveranstaltung der internationalen Liedertournee der FDJ unter dem Motto "Für den Frieden der Welt – Weg mit dem NATO-Raketenbeschluss" statt. Neben Udo Lindenberg traten unter anderem Perry Friedman, Dean Reed, die Sands Family, der Oktoberklub, Dianne Reeves und Harry Belafonte auf. Bildrechte: DRA
Udo Lindenberg unterwegs zum Auftritt
Berlin, 25.10.1983: Udo Lindenberg auf dem Weg zum Grenzübergang Invalidenstraße. Er werde sich auch drüben nicht den Mund verbieten lassen, sagt er. Bildrechte: DRA
Udo Lindenberg
In einem weißen BMW-Coupé kam Lindenberg in die DDR gefahren. Kurz hinter dem Grenzübergang stieg er aus und wurde von Fans und Dutzenden Journalisten begrüßt. "Tachchen", sagte Lindenberg und lächelte unsicher ins Blitzlichtgewitter. Bildrechte: DRA
Udo Lindenberg im Gespräch mit Fans
Rosen für den Rocker und ein erstes Statement auf dem Boden der DDR. Acht Jahre hatte sich Lindenberg bei den SED-Granden um einen Auftritt in der DDR bemüht gehabt. Noch im August 1983 hatte er an Erich Honecker geschrieben, dass er "irritiert" darüber sei, "das andere aus dem Showgeschäft der BRD in Ihrem Staat auftreten können, nur ich nicht". Nun war es soweit: Am Abend würde er im "Palast der Republik" singen dürfen. Bildrechte: DRA
Udo Lindenberg im Palast der Republik
Nach der Pressekonferenz konnte Udo Lindenberg seinen offiziellen Begleitern kurz entwischen und sich seinen vor dem "Palast der Republik" wartenden Fans zeigen. "Leute, es geht los!", rief er in die jubelnde Menge. Im nächsten Jahr werde er durch die DDR rocken, das habe er mit Egon Krenz vereinbart. Bildrechte: DRA
Udo Lindenberg im Konzert
Vier Songs konnte Udo Lindenberg während der 20 Minuten, die ihm von den Organisatoren der FDJ-Manifestation zugestanden worden waren, singen, darunter: "Wir sind Rocker und stehen nicht auf Gewalt" sowie "Wozu sind Kriege da?". Auf die Präsentation von "Mädchen aus Ostberlin" und dem "Sonderzug nach Pankow" hatte er verzichtet. Die beiden Lieder wären ihm aber auch nicht genehmigt worden. Bildrechte: DRA
Udo Lindenberg mit Band
Die FDJler waren vor dem Konzert darüber belehrt worden, dass es bei Lindenbergs Auftritt nicht zu großen Beifallsbekundungen kommen dürfe. Und sie hielten sich an diese Vorgabe – sie applaudierten lediglich verhalten. Lindenberg sprach später von "FDJ-Mumien". Der FDJ-Zentralrat schätzte aber dennoch ein: "Hätte Lindenberg seinen Auftritt auch nur um ein Lied ausgedehnt, wären die Zuschauer trotz vorheriger Belehrung nicht mehr zu disziplinieren gewesen." Bildrechte: DRA
Udo Lindenberg auf der Bühne
Nach seinen vier Liedern trug Udo Lindenberg ein Statement vor: "In der BRD und in der DDR – nirgendwo wollen wir auch nur eine Rakete sehen. Keine Pershings und keine SS 20!" Die Genossen schäumten vor Wut, dass Lindenberg auch die sowjetischen Mittelstreckenraketen "SS 20" zur Sprache gebracht hatte. "Das war den Steif(f)tieren aus dem ZK dann doch zu viel", sagte Lindenberg später. "Danach wurde die DDR-Tournee abgesagt." Bildrechte: DRA
Udo Lindenberg mit Bandkollegen
Das Ende eines kurzen Auftritts im Arbeiter- und Bauernstaat: Udo Lindenberg mit seinem Gitarristen Hannes Bauer. Einige Bandmitglieder hatten während des Konzerts durchaus den Eindruck, von der FDJ propagandistisch missbraucht worden zu sein. Lindenberg hingegen äußerte gegenüber Reportern des Westfernsehens: "Ich fühlte mich in keinster Weise benutzt." Honecker sei ihm völlig egal, er wollte für seine Fans in der DDR singen. Bildrechte: DRA
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