Stichwort Das Bonifatiuswerk

Das Hilfswerk der deutschen Katholiken für die Gläubigen in der Diaspora -  übersetzt Verstreutheit  -  kümmert sich im Auftrag der Deutschen Bischofskonferenz um Katholiken in Regionen, in denen sie eine kleine Minderheit von weniger als fünf Prozent der Gesamtbevölkerung bilden.

Hauptaufgabe ist es, beim Kirchenbau oder der Errichtung von Gemeinderäumen zu unterstützen. Außerdem werden Bildungseinrichtungen und Transportmöglichkeiten für die oft weit verstreuten Gemeinden finanziert.

Die Hilfe geht an deutsche und ausländische Diasporagemeinden in ausgewählten Ländern, z.B. seit 1974 in Skandinavien. Das Hilfswerk existiert seit 1849 und firmierte bis 1968 als Bonifatiusverein. Jeder Katholik kann Mitglied werden. Die lokalen Gruppen sind in Diözesanwerken zusammen gefasst, die zusammen mit den deutschen Bischöfen die Generalversammlung bilden. Hauptsitz des Hilfswerkes ist Paderborn.

In Zeiten der deutschen Teilung lag die Hauptaufgabe des Bonifatiuswerkes in der Unterstützung der Katholiken in der DDR. Zwischen 1949 und 1999 sammelte das Bonifatiuswerk insgesamt 1,3 Milliarden DM für Gemeinden in der Diaspora.

Zuletzt aktualisiert: 04. Januar 2016, 18:27 Uhr