Vermögen Das Erbe der Diktatoren

Nicolae Ceausescu
Nicolae Ceausescu (1918 - 1989) Die Hinterlassenschaft von Nicolae und Elena Ceausescu soll etwa 40 Millionen US-Dollar wert sein. Zum Besitz des rumänischen Diktatorenehepaars gehörten unter anderem ein Langstreckenflugzeug, zahllose antike Möbel, Bilder, Juwelen und Elenas mit Diamanten besetzte Schuhe. Den Erben der Ceausescus – zwei Söhnen und einer Tochter – fiel freilich nichts zu. Sämtliche Hinterlassenschaften wurden nach der Hinrichtung von Nicolae und Elena Ceausescu im Dezember 1989 dem rumänischen Staat zugesprochen. Bildrechte: IMAGO
Tito, eigentlich Josip Broz - jugoslawischer Politiker
Josip Broz Tito (1892 - 1980) Der jugoslawische Herrscher und frühere Partisanenführer Josip Broz Tito verfügte über 32 Villen in den verschiedensten Regionen seines Vielvölkerstaats und führte ein mondänes Leben. Seine Sommer verbrachte er auf Brioni, einem paradiesischen Eiland in der Adria, dass er ganz für sich allein hatte. Dort plauderte er mit Liz Taylor und Richard Burton oder ließ sich von Sophia Loren Spaghetti kochen. Aber all die Villen und Inseln gehörten ihm nicht. Tito starb als vermeintlich armer Mann, seine Angehörigen jedenfalls erbten nichts. 2009 aber wurde bekannt, dass Tito auf einem Schweizer Konto zwei Milliarden US-Dollar liegen hatte, die nun seine Witwe Jovanka Broz erben würde. Das Geld soll Tito in den 1920er Jahren erwirtschaftet haben, als er mit 30 Prozent an dem noblen Wiener Hotel "Imperial" beteiligt gewesen war. Bildrechte: dpa
Nicolae Ceausescu
Nicolae Ceausescu (1918 - 1989) Die Hinterlassenschaft von Nicolae und Elena Ceausescu soll etwa 40 Millionen US-Dollar wert sein. Zum Besitz des rumänischen Diktatorenehepaars gehörten unter anderem ein Langstreckenflugzeug, zahllose antike Möbel, Bilder, Juwelen und Elenas mit Diamanten besetzte Schuhe. Den Erben der Ceausescus – zwei Söhnen und einer Tochter – fiel freilich nichts zu. Sämtliche Hinterlassenschaften wurden nach der Hinrichtung von Nicolae und Elena Ceausescu im Dezember 1989 dem rumänischen Staat zugesprochen. Bildrechte: IMAGO
Erich Honecker mit seiner Frau Margot, 1993
Erich Honecker (1912 - 1994) Während seiner Untersuchungshaft in Berlin-Moabit 1992/1993 führte Erich Honecker eine Art Tagebuch, in dem er seine Lebenserinnerungen notierte – knapp 400 handschriftliche Seiten. Am 24. November 1992 schrieb er: "Mit Dr. Wolff habe ich mein Testament aufgesetzt." Der Rechtsanwalt Dr. Friedrich Wolff erklärte dazu später: "Viel zu vererben hatte er nicht. Sein Vermögen bestand aus seinem gesperrten Sparkonto, nichts sonst, kein Auto, keine Liegenschaft, kein Schweizer Konto, keine Antiquitäten oder Gemälde. Diktatoren sorgen meist anders für sich. Selbst Demokraten sind – wie man hört – fürsorglicher aufs Erbe bedacht." (Aus: www.berliner-kurier.de/panorama/honecker-tagebuch) Bildrechte: dpa
Alle (3) Bilder anzeigen