Abtreibungsdebatte nach dem Ende der DDR 1990/1991: Kontroverse Stimmen aus der Union

Roswitha Verhülsdonk
Roswitha Verhülsdonk, Parlamentarische Staatssekretärin beim Bundesminister für Familie und Senioren, urteilte über den Osten: "Die konnten im Sozialismus nie über Ethik nachdenken." (Spiegel 27/1990) Bildrechte: dpa
Angela Merkel
Angela Merkel, Ministerin für Jugend und Frauen: "Ich bin dafür, dass die Frauen nach einer Beratung selbst entscheiden können." (Spiegel 20/1991) Bildrechte: dpa
Theo Waigel, 1991
CSU-Chef Waigel fordert 1991: "Indikationen müssen 'justitiabel' werden." (taz, 15.07.91) Bildrechte: dpa
Johanna Gräfin von Westphahlen
Die strikte Abtreibungsgegnerin Johanna Gräfin von Westphalen, Mitgründerin der Stiftung "Ja zum Leben", trat dafür ein, dass eine Abtreibung nicht einmal nach einer Vergewaltigung oder bei Erbkrankheiten vom Staat erlaubt oder bezahlt werde. (Spiegel 20/1990) Bildrechte: dpa
Rita Süssmuth, 1990 Bundestagspräsidentin
Bundestagspräsidentin Rita Süssmuth: "Ist menschliches Leben gegen oder ohne die Frauen zu retten? Da heißt meine Antwort: Nein. Die Verantwortung der Frau ist für mich in diesem Konflikt von zentraler Bedeutung. Hier geht es aber nicht um Selbstbestimmung im Sinne einer autonomen Entwicklung, sondern um eine äußerst konflikthafte Abwägung im Umgang mit menschlichem Leben. Das persönliche Umfeld, die Berater, die Ärzte, sie alle übernehmen dabei eine Verantwortung. Niemand aber kann der Frau die verantwortliche Letztentscheidung abnehmen." (Spiegel, 20/1991) Bildrechte: dpa
Roswitha Verhülsdonk
Roswitha Verhülsdonk, Parlamentarische Staatssekretärin beim Bundesminister für Familie und Senioren, urteilte über den Osten: "Die konnten im Sozialismus nie über Ethik nachdenken." (Spiegel 27/1990) Bildrechte: dpa
Hannelore Rönsch
Hannelore Rönsch (CDU), Familien- und Seniorenministerin, stritt für die die Zwangsberatung plus Indikation. Die Entscheidung über den Abbruch stehe dem Arzt zu, nicht der Frau. Dem Arzt drohe demnach Strafverfolgung, falls er nicht "ausreichend berät" - also das Austragen des Kindes nicht eindringlich genug empfehle. (Spiegel 20/1991) Bildrechte: dpa
Kurt Biedenkopf
Kurt Biedenkopf bezeifelte in der Debatte, ob Gesetzgeber und Parteien in dieser Auseinandersetzung "nicht an die Grenzen dessen gestoßen sind, was man überhaupt mit staatlichen Mitteln erfassen und regeln kann". (Spiegel 20/1991) Bildrechte: MITTELDEUTSCHER RUNDFUNK
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