Feuerkuppe Vom Ferienlager zum Ferienpark

400 Meter über Normal Null, ringsherum Rotbuchenwälder, ein natürliches Reizklima: Die Feuerkuppe bei Sondershausen war in der DDR beliebt bei Ferienkindern.

Kinder stehen zum Essen an im DDR-Ferienlager
Bildrechte: Ferienpark Feuerkuppe

Die Internetseite des heutigen Ferienparks Feuerkuppe behauptet sogar, die alten Germanen hätten hier schon Feuer gemacht - Frühlingsfeuer zu Ehren der Göttin Ostera. Na ja, Klappern gehört zum Handwerk. Fakt ist: Der Ferienpark lockt jährlich tausende kleine und große Besucher an. Zu DDR-Zeiten als Kinderferienlager gegründet, hat er eine lange Geschichte. Und dazu gehören solche, wie die von der Entdeckung eines Talents.

Ein Freudenfeuer im heißen Sommer '70

1970 mimte ein gewisser Heiner Kusch den Funker für den Lagerfunk. Im Hauptberuf und außerhalb der Sommerferien war Kusch Dozent am Institut für Lehrerbildung in Weimar. In diesem Sommer 1970 sang ein Mädchen namens Ute in einem Zelt: So klar und schön, dass Heiner Kusch sie in seine Folklore-Gruppe "Los Iberos" aufnahm. Aus der kleinen Ute wurde später Ute Freudenberg – vier Mal wurde sie zur besten Sängerin der DDR gewählt.

Per Pedes und per Pedale

Heute gehört der Lagerfunk der Vergangenheit an – und unter dem Motto "Runter von der Straße! Rein in den Wald!" bietet der Ferienpark eine Reihe von Wanderstrecken und Radtouren an. Vorbei an Bau- und Naturdenkmalen können die kleinen Gäste ganz unbehelligt von den Gefahren des Straßenverkehrs, unbelästigt von Autolärm und Abgasen, in gesunder Waldluft die Gegend erkunden – ein optimales Kontrastprogramm zu Schulstress und Computerspielen.