Fonds "Heimerziehung in der DDR" Seit Juli 2012 Unterstützung für ehemalige Heimkinder

Ehemalige DDR-Heimkinder können seit 1. Juli 2012 Unterstützung beantragen. Die Mittel sind vorrangig für Therapien und Beratungen sowie für materielle und Rentenersatzleistungen von ehemaligen Heimkindern bestimmt.

Gewalt, entwürdigende Strafen und Freiheitsentzug waren in den Heimen der DDR an der Tagesordnung, insbesondere in den Spezialheimen wie dem Geschlossenen Jugendwerkhof Torgau. Die Opfer tragen bis heute schwer an den Folgen oft jahrelanger Misshandlungen. Der Fonds wurde gemeinsam mit den ostdeutschen Ländern und dem Bund eingerichtet. Sein Volumen beträgt insgesamt 40 Millionen Euro.

Bis zum 30. Juni 2016 können sich Betroffene aus Ostdeutschland an die Anlaufstellen des Bundeslandes wenden, in dem die erste Heimeinweisung erfolgte. Dort erhalten sie Unterstützung bei der Aufarbeitung ihrer Lebensgeschichte, bei der Suche nach ihren Akten und beim Zugang zu Hilfeleistungen und Rentenersatzleistungen aus dem Fonds.

Die Beratungsstellen in Mitteldeutschland:

Anlauf- und Beratungsstelle in Sachsen

Fonds "Heimerziehung in der DDR"
Bettina Monse
Verena Liebing
Funkenburgstraße 2
04105 Leipzig
Telefon: 0341/1266-240
heimerziehung@ksv-sachsen.de

Anlauf- und Beratungsstelle in Thüringen

Manfred May
Wallstraße 18 - Thüringenhaus Eingang C
99084 Erfurt
Telefon: 0361 / 5115915-6; 0361 / 5115915-7; 0361 / 5115915-8
oder 0160 / 953 806 55
Telefax: 0361 / 5115915-3
anlaufstelle@tmsfg.thueringen.de

Anlauf- und Beratungsstelle in Sachsen-Anhalt

Leitung: Dr. Klaus-Peter Meyer
Kerstin Tellensky
Jürgen Wesner
Liebknechtstr. 65
39110 Magdeburg
Telefon: 0391 / 727399-20
Telefax: 0391 / 727399-14
heimkinderfonds@ms.sachsen-anhalt.de