Comeback nach dem 2. Weltkrieg

Der Frauentag war eine Institution in der DDR, ein Ritual mit festem Platz im Kanon der Feiertage. 1946 in der Sowjetischen Besatzungszone wieder eingeführt, feiern zunächst KPD und SPD getrennt. Anlässlich dieses ersten Frauentags wird die Zeitschrift "Die Frau von heute" ins Leben gerufen. Genau ein Jahr später wird der Demokratische Frauenbund Deutschlands (DFD) gegründet, dem von nun an die Organisation des Ehrentags obliegt.

Schon 1949 registriert man die Beteiligung von rund einer Million Frauen. Diese nahmen hauptsächlich an offiziellen Veranstaltungen teil, auf denen Redner die volkswirtschaftlich dringend notwendige Beteiligung der Frauen an der Erwerbstätigkeit propagierten. Nachdem dieses Ziel schrittweise verwirklicht worden war, trat die Propaganda stark in den Hintergrund. Sie beschränkte sich auf eine jährliches "Grußwort" des Zentralkomitees der SED an die "Frauen und Mädchen der DDR" im Zentralorgan "Neues Deutschland".

1950: An das Gebäude des Demokratischen Frauenbundes Berlin (DFB), Bezirksverband Köpenick werden im Frühjahr 1950 anlässlich des bevorstehenden Internationalen Frauentages Plakate angebracht.
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