Nur ein Drittel geht an Feiertagen noch in die Kirche

Dass für viele Deutsche die verschiedenen Christfeste immer weniger religiöse Bedeutung haben, erklärt auch, warum zu diesen Anlässen immer weniger Menschen in die Kirche gehen. Nur für knapp ein Drittel aller Deutschen (33 Prozent) ist es "sehr wichtig" oder "wichtig", an christlichen Feiertagen wie Weihnachten, Ostern oder Pfingsten, auch die Kirche aufzusuchen. Für die Mehrheit (66 Prozent) ist hingegen diese Frage "weniger wichtig" oder "gar nicht wichtig". Ob evangelische oder katholische Christen – beide unterscheiden sich in dieser Frage nur wenig voneinander.

Doch sind der Umfrage zufolge Frauen frömmer als die Männer. Rund 26 Prozent der männlichen Befragten bezeichneten den Kirchengang als "sehr wichtig" oder "wichtig". Bei den weiblichen Befragten lag der Anteil sogar bei 41 Prozent.

Mehr als zwei Drittel sind religiös gebunden

Trotzdem die Mehrheit der Deutschen selbst an christlichen Feiertagen nicht mehr den Weg zur Kirche suchen, bekennen sich die meisten zu einer Glaubensgemeinschaft. Mehr als zwei Drittel der Befragten (68 Prozent) erklärten, evangelisch oder katholisch zu sein. Lediglich ein Viertel der Befragten (25 Prozent) bezeichnete sich als konfessionslos - der Großteil von ihnen (58 Prozent) ist zwischen 30 bis 59 Jahre alt.

Besonders klein ist der Anteil der Katholiken vor allem in Ostdeutschland aus. Lediglich sechs Prozent der Befragten bekannten sich zu dieser Konfession, im Westen hingegen 34 Prozent. Weniger deutlich fällt der Ost-West-Unterschied bei den evangelischen Christen aus. Hier liegt der Anteil im Westen bei 43 Prozent, im Osten bei 29 Prozent.

Interessant ist der Blick auf die Parteipräferenzen bei Protestanten und Katholiken. Bei den evangelischen Christen steht die SPD hoch im Kurs: mit 50 Prozent. Die Linke erhält hier den geringsten Zuschlag: 28 Prozent. Bei den befragten Katholiken steht hingegen die FDP an vorderster Stelle: 46 Prozent. Auch hier schneiden die Linken am schlechtesten ab: 13 Prozent.

Zuletzt aktualisiert: 30. Mai 2011, 13:19 Uhr