Schöner wohnen Die "Lange Lene" in Leipzig

Im sozialistischen "Wohnungstraum" lebten damals 1.500 Menschen. Auch heute ist er gut vermietet und steht mittlerweile unter Denkmalschutz.

Die "Lange Lene" ist mit 333 Metern der längste, sogenannte Mittelgang-Plattenbau der DDR. Die Platte bietet Wohnraum für mehr als 1.500 Menschen. 1968 - nach nur zwei Jahren Bauzeit - wurde der sozialistische Wohnungstraum fertiggestellt.

Vor allem junge Familien und Arbeiter bekamen den Zuschlag - und damit eine Zentralheizung, eigenes Bad und Waschräume mit Vollautomaten. Ende der 90er-Jahre erhielt der Zehngeschosser eine Auffrischungskur. Heute steht der betagte Bau unter Denkmalschutz.

Die 800 Wohneinheiten sind fast vollständig belegt, auch weil es im Block spezielle Angebote für ältere Menschen gibt. Um die Senioren des Haues kümmert sich der Altenhilfsverein ALEG – Alter, Leben und Gesundheit. Das Projekt wurde mit diversen Preisen ausgezeichnet.

Der Verein ermöglicht den Mietern in den Wohnungen zu bleiben, auch wenn sie hilfsbedürftig werden - und damit eine spezielle Form des betreuten Wohnens in den eigenen vier Wänden. Im Haus betreibt der Verein auch ein Café. Außerdem gibt es Waschsalon, Frisör und Kosmetik.

Über dieses Thema berichtete der MDR auch im TV: Umschau | 26.09.2017 | 20:15 Uhr