Genie am Dirigentenpult

Kurt Masur (1927-2015)

Kurt Masur - sein Leben in Bildern

1960 wurde Kurt Masur zum Ersten Kapellmeister an der Komischen Oper Berlin berufen. An dem traditionsreichen Haus avancierte er zu einem der wichtigsten Dirigenten - zunächst in der DDR, später weltweit.

Porträt Kurt Masur (ca. 1978)
Kurt Masur war einer der bekanntesten deutschen Dirigenten. Der am 18. Juli 1927 im Brzeg (heutiges Polen) geborene Künstler kam 1946 nach Leipzig, um dort sein Musikstudium fortzusetzen. Bildrechte: dpa
Der Dirigent des Leipziger Gewandhausorchesters Kurt Masur in Familie bei der Hausmusik - Masur begleitet den Gesang seiner Ehefrau Tomoko mit dem Spiel auf dem Cembalo, ihr gemeinsamer Sohn Ken-David hört interessiert zu.
Seit 1976 war Masur in dritter Ehe mit der japanischen Sopranistin Tomoko Sakurai verheiratet. Aus der Ehe ging ein gemeinsamer Sohn hervor. Bildrechte: dpa
Der Chefdirigent des London Philharmonic Orchestra, Kurt Masur, nimmt am 10.10.2001 mit seinem Musikern nach einem Konzert im Leipziger Gewandhaus den Beifall des Publikums entgegen.
In seiner Doppelrolle als Chefdirigent in New York und Leipzig avancierte Masur zum philharmonischen Superstar. 1997 hörte er am Gewandhaus in Leipzig auf, in den Jahren danach pendelte er zwischen New York und London. Mit dem London Philharmonic Orchestra, wo Masur Musikdirektor war, gastierte er 2001 in Leipzig. Bildrechte: dpa
Der Dirigent Kurt Masur begibt sich am Nachmittag des 30.08.1999 zwischen leeren Stuhlreihen entlang zur Bühne, um mit der Violinsolistin Anne-Sophie Mutter und dem Weltjugendorchester für ein am gleichen Abend stattfindendes Konzert zu proben.
Bis zu Jahr 2008 pendelte Masur als Dirigent zwischen London und Paris. Bildrechte: dpa
Porträt Kurt Masur (ca. 1978)
Kurt Masur war einer der bekanntesten deutschen Dirigenten. Der am 18. Juli 1927 im Brzeg (heutiges Polen) geborene Künstler kam 1946 nach Leipzig, um dort sein Musikstudium fortzusetzen. Bildrechte: dpa
In Anwesenheit des Staatsratsvorsitzenden Erich Honecker (r) übergibt Obermeister Manfred Friedrich (M) am 8. Oktober 1981 unter dem Beifall von zehntausenden von Bürgern der Messestadt symbolisch den Schlüssel an Gewandhauskapellmeister Professor Kurt Masur (l).
In seiner Leipziger Zeit setzte sich Masur (links) für den Neubau eines Konzerthauses ein. Mit seinem Orchester musste er zu diesem Zeitpunkt in der Leipziger "Kongresshalle am Zoo" konzertieren. Am 8. Oktober 1981 wurde das neue Haus feierlich eingeweiht – mit dabei natürlich der damalige DDR-Staatsratschef Erich Honecker (rechts). Bildrechte: dpa
Zu Zehntausenden drängen sich am 8. Oktober 1981 Zuschauer zur offiziellen Eröffnung des Neuen Gewandhauses auf dem Karl-Marx-Platz (heute Augustusplatz).
Zehntausende Menschen drängten sich am 8. Oktober 1981 in Leipzig zur offiziellen Eröffnung des Gewandhauses. Das Haus war übrigens der einzige Neubau in der DDR, der als reine Konzerthalle diente. Bildrechte: dpa
Der Leipziger Gewandhauskapellmeister Kurt Masur (l) begrüßt freudig den österreichischen Dirigenten Herbert von Karajan (r) vor dem Neuen Gewandhaus in Leipzig, aufgenommen im November 1981.
Kurt Masur begrüßt den österreichischen Dirigenten Herbert von Karajan. Der kam 1981 wenige Wochen nach der Einweihung des Gewandhauses, um in Leipzig ein Gastspiel mit den Berliner Philharmonikern zu geben. Bildrechte: dpa
Der sächsische Ministerpräsident Kurt Biedenkopf (l, CDU) im Gespräch mit dem Gewandhauskapellmeister Kurt Masur am 2. Dezember 1990. Masur erlang nicht nur Popularität durch seine künstlerischen Leistungen als Dirigent, sondern tat sich auch während des Zusammenbruchs der DDR als Oppositionssprecher hervor.
Durch sein vermittelndes Wirken im Herbst 1989 war der Gewandhauskapellmeister zu einer Art moralischer Instanz geworden. Hier mit dem einstigen sächsischen Ministerpräsidenten Kurt Biedenkopf im Dezember 1990. Bildrechte: dpa
Star-Dirigent Kurt Masur steht am 29.03.2012 im Leipziger Gewandhaus anlässlich seiner Auszeichnung mit dem Kulturpreis der Deutschen Freimaurer neben seiner Frau Tomoko.
2012 gab Masur bekannt, dass er an der Parkinson-Krankheit leidet. Es habe zuvor viel Gemunkel gegeben, was denn "mit dem Mann bloß los sei". Deshalb sei er damit an die Öffentlichkeit gegangen, argumentierte er. Die Krankheit kann zu Muskelstarre und Muskelzittern führen. Seine Frau Tomoko Sakurai sei seine größte Stütze, hatte Masur in letzter Zeit immer wieder gesagt. Bildrechte: dpa
Kurt Masur
Masur, der zuletzt zwei Wohnsitze hatte - in New York und in Leipzig - starb am 19. Dezember 2015 in einem Krankenhaus in den USA - im Alter von 88 Jahren. Beerdigt wurde er in Leipzig. Bildrechte: IMAGO
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Herbst 1989 in Leipzig

Der Aufruf der "Leipziger Sechs"

Kurt Masur vor Büchern in einer Schrankwand. 3 min
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... sagte Kurt Masur, als er den Aufruf der "Leipziger Sechs" am 9.10.89 auf Band gesprochen hatte. Radioreporter Michael Zock erinnert sich an diesen Augenblick im Gewandhaus.

MDR FERNSEHEN Mi 29.09.1999 20:15Uhr 03:03 min

https://www.mdr.de/zeitreise/stoebern/damals/video66038.html

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Am 9. Oktober 1989 riefen sechs prominente Leipziger sowohl die "Montagsdemonstranten" als auch die Sicherheitskräfte zur "Besonnenheit" auf. Den Aufruf verlas Kurt Masur.

Mo 09.10.1989 16:00Uhr 00:45 min

https://www.mdr.de/zeitreise/stoebern/damals/avobjekt11556.html

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