Bilder des Fotografen Jürgen Ritter

In den 1980er Jahren wanderte der Fotograf Jürgen Ritter an der innerdeutschen Grenze entlang. Zwei Jahre war er unterwegs und schoss tausende Fotos. 20 Jahre später machte sich Ritter noch einmal auf den Weg und dokumentierte die Veränderungen im einstigen Grenzgebiet.

Die innerdeutsche Grenze - damals & heute

Dort, wo man früher in Todesgefahr war, wird heutzutage Fußball gespielt. Der Fotograf Jürgen Ritter hat dokumentiert, wie sich der deutsch-deutsche Grenzstreifen im Laufe der Zeit verändert hat.

Elbedeich, bei Lauenburg 1984/2013
Über eine Strecke von knapp 100 Kilometern war die Elbe innerdeutscher Grenzfluss. Hier die Grenzanlagen beim schleswig-holsteinischen Lauenburg 1984 und der Deich in einer Aufnahme von 2013. Bildrechte: Jürgen Ritter
Elbedeich, bei Lauenburg 1984/2013
Über eine Strecke von knapp 100 Kilometern war die Elbe innerdeutscher Grenzfluss. Hier die Grenzanlagen beim schleswig-holsteinischen Lauenburg 1984 und der Deich in einer Aufnahme von 2013. Bildrechte: Jürgen Ritter
Berlin Bernauer Straße /Gartenstr. 1982/2012
Grenze an der Bernauer Straße/Gartenstraße in Berlin, Aufnahme von 1982. Heute befindet sich dort die Gedenkstätte Berliner Mauer, Aufnahme von 2012. Bildrechte: Jürgen Ritter
Berlin Mauerkreuze in der Nähe des Spreeufers am Reichstag erinnern an die Mauertoten. - Fahrradfahrer vor dem im Boden eingelassenen Mauererinnerungsstreifen.
In West-Berlin gedenken die Menschen in der Nähe des Spreeufers am Reichstag mit Kreuzen der Mauertoten, Aufnahme von 1982. Heute erinnert ein in den Boden eingelassener Streifen an die Mauer, Aufnahme von 2012. Bildrechte: Jürgen Ritter
Berlin Zimmerstraße "Trabi World" 1982 und 2012
Die Mauer an der Zimmerstraße in Berlin, Aufnahme von 1982. Heute ist dort Ostalgie angesagt, Aufnahme von 2012. Bildrechte: Jürgen Ritter
Berlin, Ebertstraße 1985/2013
Das Wahrzeichen Berlins, das Brandenburger Tor, befand sich seit dem Mauerbau am 13. August 1961 mitten im Sperrgebiet und konnte weder von Osten noch von Westen durchquert werden. Am 22. Dezember 1989 wurde es wieder geöffnet. Bildrechte: Jürgen Ritter
Versöhnungskirche Berlin Bernauer Straße 1982/2012
Die Versöhnungskirche an der Bernauer Straße in Berlin lag direkt im Mauerstreifen und wurde 1985 auf Betreiben der DDR-Regierung gesprengt, Aufnahme von 1982. Nach der Wende ließ die Gemeinde an dieser Stelle die Versöhnungskapelle errichten, Aufnahme von 2012. Bildrechte: Jürgen Ritter
Verbindungsstraße zwischen Neustadt und Sonneberg 1985/2013
Nur wenige Kilometer liegen zwischen der thüringischen Stadt Sonneberg und dem fränkischen Neustadt. Früher trennte sie die innerdeutsche Grenze. Aufnahmen von 1985 und 2013. Bildrechte: Jürgen Ritter
Grenzschneise bei Görsdorf bei Sonneberg 1984/2010
Bäume und Büsche hatten auf dem Todesstreifen an der grünen Grenze, wie hier beim thüringischen Görsdorf bei Sonneberg, nichts zu suchen. Aufnahme von 1984. Noch heute ist der Verlauf der ehemaligen Grenze am Baumwuchs klar zu erkennen. Aufnahme von 2010. Bildrechte: Jürgen Ritter
Straße zwischen Eichholz nahe Lübeck und Herrnburg 1984/2013
Herrnburg in Mecklenburg-Vorpommern lag früher in der ostdeutschem Sperrzone, die man nur mit Sondergenehmigung betreten durfte, Aufnahme von 1984. Heute ziehen die Menschen wegen der Nähe zur Hansestadt Lübeck gern hierher, Aufnahme von 2013. Bildrechte: Jürgen Ritter
Oebisfelde, an der Bahnstrecke Wolfsburg-Berlin 1982/2013
Die Grenze in Oebisfelde in Sachsen-Anhalt, Aufnahme 1982. Heute führt hier die ICE-Strecke von Hannover nach Berlin vorbei, Aufnahme von 2013. Bildrechte: Jürgen Ritter
Potsdam, Straße am Waldrand 1982/2010
Die Straße "Am Waldrand" in Potsdam lag früher auch am "Zonenrand". Der Wald gehörte zu West-Berlin. Aufnahmen von 1982 und 2010 Bildrechte: Jürgen Ritter
Die Mauer bei Oebisfelde 1984/2013
Ein Turm ist weg: Blick auf Oebisfelde in Sachsen-Anhalt 1984 und 2013. Bildrechte: Jürgen Ritter
Hötensleben Kreis Oschersleben 1982/2011
Das Dorf Hötensleben in Sachsen-Anhalt lag direkt an der Grenze, Aufnahme von 1982. Heute kommt man auf direkten Weg nach Niedersachsen, Aufnahme von 2011. Der Ort hat einen Teil der Grenzanlagen als Denkmal stehen gelassen. Bildrechte: Jürgen Ritter
Grenzstreifen in Asbach 1984/ 2013
Das thüringische Asbach lag unmittelbar in der Nähe der innerdeutschen Grenze, Aufnahme von 1984. Dort, wo man früher in Todesgefahr war, wird heutzutage Fußball gespielt, Aufnahme von 2013. Bildrechte: Jürgen Ritter
Waddekath, nahe Wittingen Nds. Verbindungsstraße 1984/2013
Die Grenze bei Waddekath in Sachsen-Anhalt. Aufnahmen von 1984 und 2013 Bildrechte: Jürgen Ritter
an der B6 bei Stapelburg östlich von Eckertal 1984/2013
Stapelburg in Sachsen-Anhalt, hier in Aufnahmen von 1984 und 2013, ist heute ein Ausgangspunkt für Wanderungen auf dem Harzer Grenzweg. Bildrechte: Jürgen Ritter
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Elbedeich, bei Lauenburg 1984/2013
Über eine Strecke von knapp 100 Kilometern war die Elbe innerdeutscher Grenzfluss. Hier die Grenzanlagen beim schleswig-holsteinischen Lauenburg 1984 und der Deich in einer Aufnahme von 2013. Bildrechte: Jürgen Ritter

Osteuropa

Der Grenzstreifen damals und heute

Dort, wo bis 1989 Grenzzaun und Sperrgraben den Weg nach Westdeutschland abriegelten, hat sich das Landschaftsbild seit damals gewandelt. Der Fotograf Jürgen Ritter hat diese Entwicklung dokumentiert.

Elbbrücke Dömitz 1982 und 2011
Die Elbbrücke Dömitz war im Zweiten Weltkrieg zerstört worden. Da die Brücke die innerdeutsche Grenze überquert hätte, wurde sie nach 1945 nicht wieder aufgebaut, Aufnahme von 1982. Erst 1992 wurde die Dömitzer Elbbrücke als erster Brückenneubau über die Elbe wieder für den Verkehr freigegeben, Aufnahme von 2011. Bildrechte: Jürgen Ritter
Elbbrücke Dömitz 1982 und 2011
Die Elbbrücke Dömitz war im Zweiten Weltkrieg zerstört worden. Da die Brücke die innerdeutsche Grenze überquert hätte, wurde sie nach 1945 nicht wieder aufgebaut, Aufnahme von 1982. Erst 1992 wurde die Dömitzer Elbbrücke als erster Brückenneubau über die Elbe wieder für den Verkehr freigegeben, Aufnahme von 2011. Bildrechte: Jürgen Ritter
Grenzstreifen in Asbach 1984/ 2013
Das thüringische Asbach lag unmittelbar in der Nähe der innerdeutschen Grenze, Aufnahme von 1984. Dort, wo man früher in Todesgefahr war, wird heutzutage Fußball gespielt, Aufnahme von 2006. Bildrechte: Jürgen Ritter
Eckertalstausee im Harz
Mitten durch die Sperrmauer des Eckertalstausees verlief einst die deutsch-deutsche Grenze, Aufnahme 1982. Inzwischen erinnert an der kleinsten, aber höchstgelegensten Talsperre des Harzes nichts mehr an die Teilung. Bildrechte: Jürgen Ritter
Bahnlinie Uelzen -Salzwedel 19882 und 2009
Bahnlinie bei Nienbergen (Niedersachsen) von Uelzen nach Salzwedel bei Groß Grabenstedt (Sachsen-Anhalt), 1982 und 2009. Bildrechte: Jürgen Ritter
Grenzstreifen in Hestedt
Ein Turm weniger: Blick auf Hestedt im Altmarkkreis Salzwedel 1984 und 2010. Bildrechte: Jürgen Ritter
Mödlareuth 1984 und 2007
"Little Berlin" an der bayrisch-sächsischen Grenze: Eine Mauer verläuft quer durch das Dorf Mödlareuth, Aufnahme 1984 und Blick auf den früheren Mauerverlauf im Jahr 2007. Bildrechte: Jürgen Ritter
Junkerkuppe (1984)
Über die Junkerkuppe bei Bad Sooden-Allendorf verlief die Grenzschneise besonders anschaulich, Aufnahme aus dem Jahr 1984. Knapp 30 Jahre später ist der ehemalige Grenzstreifen fast zugewachsen und kaum noch zu erkennen. Bildrechte: Jürgen Ritter
Grenzstreifen in Lindewerra (1984)
Im Zweiten Weltkrieg war die Werra-Brücke in Lindewerra gesprengt worden. Nach 1945 lag Lindewerra in der Sowjetzone, die Zonengrenze verlief in der Flussmitte. Deshalb wurde die Brücke nicht wieder aufgebaut, Aufnahme aus dem Jahr 1984. Erst 1999 wurde eine neue Brücke eingeweiht. Inzwischen rollt der Verkehr wie selbstverständlich über die neue Brücke, Aufnahme von 2006. Bildrechte: Jürgen Ritter
Grenzstreifen in Philippsthal
Blick von der hessischen Marktgemeinde Philippsthal ins thüringische Vacha, Aufnahme aus dem Jahr 1982. Als wäre es schon immer so gewesen, überqueren Radfahrer heute die einstige deutsch-deutsche Grenze. Bildrechte: Jürgen Ritter
Grenzstreifen in Philippsthal
Durch das Haus der "Hoßfeldischen Buchdruckerei" in Philippsthal verlief die innerdeutsche Grenze, Aufnahme von 1982. Heute erinnert nichts mehr an die Teilung. Bildrechte: Jürgen Ritter
Grenzstreifen in Walhhausen
Bis zur Wiedervereinigung 1989/1990 war das thüringische Wahlhausen von der deutsch-deutschen Grenze stark beeinträchtigt, Aufnahme von 1984. Heute erinnert nichts mehr an die deutsch-deutsche Teilung. Bildrechte: Jürgen Ritter
Hanum/Zasenbeck 1982 und 2008
Blick vom niedersächsischen Zasenbeck auf die Grenzmauer vor Hanum (ehemals Bezirk Magdeburg), 1982 und die ehemalige deutsch-deutsche Grenze, 2008. Bildrechte: Jürgen Ritter
Autobahn Hof-Plauen 1982 und 2007
Von 1951 bis 1989 war die Autobahn zwischen fränkischen Hof und dem vogtländischen Pirk für den Verkehr gesperrt, Aufnahme von 1982 bei Trogen (Bayern)/ Heinersgrün (Bezirk Karl-Marx-Stadt). Von 1990 bis 1995 wurde die Autobahn zwischen dem Autobahndreieck Bayerisches Vogtland und Plauen erneuert. Aufnahme von 2007. Bildrechte: Jürgen Ritter
Doppeldorf Zicherie Nds. u. Böckwitz St. 1984 und 2009
Vor 1989 verlief die Grenze zwischen den beiden Dörfern Zicherie (Niedersachsen) und Böckwitz (Bezirk Magdeburg), Aufnahme von 1984. Beide Dörfer waren seit dem 19. Jahrhundert eng miteinander verbunden. Seit 1872 gab es einen gemeinsamen Schützenverein "Zicherie-Böckwitz". Dieser Verein funktioniert inzwischen wieder über die Ländesgrenzen hinweg. Aufnahme von 2009. Bildrechte: Jürgen Ritter
Damals im Osten: Grenzstreifen
Aufnahme aus dem Jahr 1982 vom Grenzzaun bei Thielitz mit Selbstschussanlage. Inzwischen ist der einstige Grenzstreifen mit Kiefern bewachsen, Aufnahme 2012. Bildrechte: Jürgen Ritter
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