Knast oder Westen - nach der Luxemburg-Demo abgeschobene Bürgerrechtler

Freya Klier und Stefan Krawczyk
Die Regisseurin Freya Klier und der Liedermacher Stefan Krawczyk am 3. Februar 1988 bei einer Pressekonferenz in Bielefeld. Einen Tag zuvor waren sie von den DDR-Behörden abgeschoben worden.
Krawczyk, seit 1985 mit einem Auftrittsverbot belegt, gehörte zu den Initiatoren der Paralleldemonstration und nahm selbst auch daran teil. Er wurde verhaftet und wegen sogenannter "landesverräterischer Agententätigkeit" angeklagt. Die Stasi stellte ihn vor die Wahl - Abschiebung in den Westen oder Haft. Krawczyk entschied sich notgedrungen für den Westen.
Für den Gang in den Westen entschied sich auch Krawczyks Lebensgefährtin Freya Klier. Sie war am 25. Januar verhaftet worden, nachdem sie sich für die Freilassung von während der Luxemburg-Liebknecht-Demo verhafteten Oppositionellen ausgesprochen hatte.
Bildrechte: IMAGO
Freya Klier und Stefan Krawczyk
Die Regisseurin Freya Klier und der Liedermacher Stefan Krawczyk am 3. Februar 1988 bei einer Pressekonferenz in Bielefeld. Einen Tag zuvor waren sie von den DDR-Behörden abgeschoben worden.
Krawczyk, seit 1985 mit einem Auftrittsverbot belegt, gehörte zu den Initiatoren der Paralleldemonstration und nahm selbst auch daran teil. Er wurde verhaftet und wegen sogenannter "landesverräterischer Agententätigkeit" angeklagt. Die Stasi stellte ihn vor die Wahl - Abschiebung in den Westen oder Haft. Krawczyk entschied sich notgedrungen für den Westen.
Für den Gang in den Westen entschied sich auch Krawczyks Lebensgefährtin Freya Klier. Sie war am 25. Januar verhaftet worden, nachdem sie sich für die Freilassung von während der Luxemburg-Liebknecht-Demo verhafteten Oppositionellen ausgesprochen hatte.
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Wolfgang Templin während einer Pressekonferenz im Februar 1988 in Bielefeld nach dessen Ausweisung aus der DDR
Wolfgang Templin konnte an der Demonstration selbst nicht teilnehmen. Die Staatssicherheit hatte ihn unter Hausarrest gestellt und einige Beamte vor seinem Wohnhaus postiert. Weil er sich jedoch vehement für die Freilassung der während der Demonstration verhafteten Oppositionellen einsetzte, wurde er am 25. Januar 1988 ebenfalls verhaftet und eine Woche später gemeinsam mit seiner Frau Lotte in die BRD abgeschoben. Im Bild auf der Pressekonferenz in Bielefeld nach seiner Ankunft in der Budnesrepublik. Bildrechte: imago/teutopress
Bärbel Bohley mit ihrem Lebensgefährten Werner Fischer während einer Pressekonferenz im Februar 1988 in Bielefeld
Bärbel Bohley solidarisierte sich mit den verhafteten Oppositionellen und wurde deswegen am 25. Januar 1988 von der Staatssicherheit verhaftet. Zwei Wochen später wurde auch sie vor die Wahl gestellt: Knast oder Abschiebung. Bärbel Bohley ließ sich gemeinsam mit Werner Fischer für ein halbes Jahr in London nieder.
(Über dieses Thema berichtete MDR Aktuell auch im TV: 15.01.2017 | 19:30 Uhr)
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