Die Sorben und die Braunkohle

Die Sorben und die Braunkohle

Braunkohletagebau in Grötsch 1985
Mehr als 100 Dörfer wurden bis heute für die Ausbeutung der Lausitzer Kohlevorkommen zerstört. Im Bild der Braunkohletagebau bei Grötsch (Groźišćo) 1985. Bildrechte: Jürgen Matschie
Eine Familie sitzt auf einer Wiese, im Hintergrund ein Braunkohlebagger
Leben am Abgrund 1987: Nur wenige hundert Meter trennen die Ortschaft Mühlrose (Miłoraz) vom Abraumgebiet der Braunkohlebagger. In der Zeit zwischen 1966 bis 1973 wurden 216 Mühlroser Bürger wegen des Bergbaus umgesiedelt. Bildrechte: Jürgen Matschie
Demonstration gegen die Abbaggerung von Klitten, 1990
Im Herbst 1989 schöpfen die Einwohner von Klitten (Klětno) Hoffnung, dass ihr Dorf nicht der Braunkohle weichen muss. Offen protestieren sie gegen die Abbaggerung. Am 2. Februar kommt dann die frohe Botschaft: Klitten bleibt. Bildrechte: Thomas Kläber
Tagebau Nochten, 2010
Mit dem Verschwinden der sorbischen Dörfer stehen auch die Sprache und Kultur der Sorben und damit die Identität der Lausitz auf der Kippe. Blick auf den Tagebau Nochten in der nördlichen Oberlausitz. Bildrechte: Jürgen Matschie
Braunkohletagebau in Grötsch 1985
Mehr als 100 Dörfer wurden bis heute für die Ausbeutung der Lausitzer Kohlevorkommen zerstört. Im Bild der Braunkohletagebau bei Grötsch (Groźišćo) 1985. Bildrechte: Jürgen Matschie
Abschied vom Haus vor der Abbaggerung in Weißagk/Wusoka 1985
Abschied vom Zuhause: Das Dorf Weißagk (Wusoka) in der brandenburgischen Niederlausitz wurde 1985/86 abgebaggert. 321 Einwohner verloren durch den Tagebau Jänschwalde ihr Zuhause. Bildrechte: Jürgen Matschie
Friedhof in Mühlrose/Lausitz, im Hintergund die Braunkohlebagger
Hinter dem Friedhof des Dörfchens Mühlrose stirbt die Landschaft unter den Schaufeln der Abraumbagger. Bildrechte: Jürgen Matschie
Mühlrose 1989
Auch 1989 ist Mühlrose noch vom Tagebau umzingelt. Angesichts der Belastungen durch den Braunkohleabbau verlassen bis 1990 noch einmal rund 100 Einwohner ihr Heimatdorf. Die anderen Mühlroser bangen weitere 20 Jahre, ob ihre Heimat doch noch verschwindet. Im Februar 2019 fällt die Entscheidung: 2030 kommen die Bagger. Der Energiekonzern Leag will nordwestlich der Stadt Weißwasser 310 Millionen Tonnen Braunkohle für die Versorgung des Kraftwerks Boxberg fördern. Bildrechte: Jürgen Matschie
Horno vor der Abbaggerung, um 1991
Das Dorf Horno lag im Gebiet des Braunkohletagebaus Jänschwalde. Schon seit 1977 stand fest, dass das Dorf der Kohle weichen muss. Seitdem protestierten die Bewohner Hornos gegen die Umsiedlung und Zerstörung ihres Dorfes. Geholfen hat es nicht. Bildrechte: Thomas Kläber
Sorben feiern in Grötsch/Groźišćo 1987
Erinnerung an sorbisches Leben in Grötsch (Groźišćo) 1987. Sechs Jahre später mussten 19 Familien dem Tagebau Jänschwalde weichen. Bildrechte: Jürgen Matschie
Blick auf den Braunkohletagebau Welzow-Süd in der südlichen Niederlausitz
Was die Bagger hinterlassen, ist Abraum, ausgekohlte, nutzlose Erde - Mondlandschaft in der Lausitz.
(Über dieses Thema berichtet der MDR auch im TV: Träume der Lausitz | 16.06.2019 | 23:15 Uhr.)
Bildrechte: Thomas Kläber
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Über dieses Thema berichtete MDR Aktuell auch im:

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TV | 11.11.2017 | 21:45 Uhr