Talentschmieden in Ostdeutschland

Das neue Leipziger Literaturinstitut in der Wächerstraße
Deutsches Literaturinstitut Leipzig 1990 wurde das Becher-Institut, an dem unter anderem Thomas Rosenlöcher, Erich Loest, Adolf Endler, Katja Lange-Müller und Sarah Kirsch studiert hatten, von der Sächsischen Landesregierung abgewickelt, da es nicht "den Anforderungen eines Rechtsstaates" und der "sozialen Marktwirtschaft" genüge. Aufgrund von Protesten sah sich die CDU-Landesregierung genötigt, das Haus 1995 neu zu gründen – als "Deutsches Literaturinstitut". Juli Zeh und Clemens Meyer heißen zwei der namhaften Absolventen der neuen "Dichterschmiede". Bildrechte: MITTELDEUTSCHER RUNDFUNK
Das neue Leipziger Literaturinstitut in der Wächerstraße
Deutsches Literaturinstitut Leipzig 1990 wurde das Becher-Institut, an dem unter anderem Thomas Rosenlöcher, Erich Loest, Adolf Endler, Katja Lange-Müller und Sarah Kirsch studiert hatten, von der Sächsischen Landesregierung abgewickelt, da es nicht "den Anforderungen eines Rechtsstaates" und der "sozialen Marktwirtschaft" genüge. Aufgrund von Protesten sah sich die CDU-Landesregierung genötigt, das Haus 1995 neu zu gründen – als "Deutsches Literaturinstitut". Juli Zeh und Clemens Meyer heißen zwei der namhaften Absolventen der neuen "Dichterschmiede". Bildrechte: MITTELDEUTSCHER RUNDFUNK
Eingang der DHfK in der Jahnallee in Leipzig
Deutsche Hochschule für Körperkultur DHfK in Leipzig Die 1950 gegründete Deutsche Hochschule für Körperkultur in Leipzig galt einst als eine der erfolgreichsten Sporttalenteschmieden der Welt. Hier erwarben bis 1989 nicht nur Sportbegeisterte aus der DDR ihre Diplome als Sportlehrer oder Trainer, sondern auch 3.700 Ausländer aus mehr als 100 Ländern. Der der Hochschule angeschlossene SC DHfK ist der weltweit erfolgreichste Sportclub aller Zeiten. Die Athleten – unter ihnen "Täve" Schur, Kristin Otto, Uwe Ampler oder Klaus Köste – errangen insgesamt 93 olympische Medaillen und 193 Weltmeistertitel. 1990 wurde die DHFK abgewickelt. Die Infrastruktur und eine Handvoll Mitarbeiter wurden 1993 von der neu gegründeten Sportwissenschaftlichen Fakultät der Universität Leipzig übernommen. Bildrechte: MDR
Das alte Leipziger Literaturinstitut in der Karl-Tauchnitz-Straße
Institut für Literatur "Johannes R. Becher" in Leipzig "Dichterschmiede" nannten die Leipziger die kleine Villa in der Nähe des Leipziger Rathauses, das die "kleinste Universität der Welt" beherbergte: das 1955 auf Geheiß des ZK der SED ins Leben gerufene "Literaturinstitut", das vier Jahre darauf den Beinamen "Johannes R. Becher" erhielt und "die ideologische und künstlerische Ausbildung der Schriftsteller fördern" sollte. In Wirklichkeit war es ein recht freies Haus mit teils exzellenten Dozenten, in dem es um die handwerkliche Qualität von Texten ging und nicht um deren ideologische Stimmigkeit ... Bildrechte: MITTELDEUTSCHER RUNDFUNK
Portal der Hochschule für Grafik und Buchkunst in Leipzig
Hochschule für Grafik und Buchkunst (HGB) in Leipzig Die traditionsreiche Ausbildungsstätte für Zeichner und Buchkünstler unterhielt stets auch exzellente Malklassen, aus denen unter anderem Bernhard Heisig, Wolfgang Tübke, Hartwig Ebersbach, Wolfgang Mattheuer und Arno Rink hervorgingen, die später ihrerseits als Professoren und Rektoren an der HGB arbeiteten und überdies ganz entscheidend an der Herausbildung der sogenannten "Leipziger Malschule" wirkten. Mitte der 1990er Jahre erlangte die HGB geradezu Kultstatus, nachdem sich einige ihrer Absolventen – unter ihnen Neo Rauch, Matthias Weischer, Tim Eitel und Hans Eichinger - angeschickt hatten, die internationalen Kunstmärkte zu erobern. Bildrechte: MITTELDEUTSCHER RUNDFUNK
Alle (4) Bilder anzeigen