09.04.1968 - DDR-Verfassung tritt in Kraft

Nach einem Volksentscheid, bei dem 94,5 Prozent der Stimmberechtigten mit "Ja" stimmen, tritt die zweite DDR-Verfassung in Kraft. Sie löst die noch durch "bürgerliche Rechtsvorstellungen" geprägte Verfassung von 1949 ab. Artikel 1 schreibt den in der DDR längst umgesetzten Führungsanspruch der SED fest. Formal sind auch Glaubens- und Gewissensfreiheit verankert. Unverändert beansprucht die DDR, für die ganze deutsche Nation zu handeln. Die Wiedervereinigung ist jedoch nach wie vor als Verfassungsziel formuliert.

Zuletzt aktualisiert: 30. September 2009, 13:29 Uhr