26.05.1972: Verkehrsvertrag zwischen BRD und DDR

In Ostberlin unterzeichnen die Staatssekretäre Egon Bahr (BRD) und Michael Kohl (DDR) den Verkehrsvertrag. In Erweiterung des Transitabkommens von 1971 regelt er alle praktischen Fragen zum Transit- und sonstigen Grenzverkehr (Straßen, Schienen und Wasserwege) zwischen beiden deutschen Staaten. Zudem ermöglicht er Reiseerleichterungen für Bundesbürger in die DDR und für DDR-Bürger, die in dringenden Familienangelegenheiten in die Bundesrepublik reisen dürfen. Diese Regelung galt bislang nur für DDR-Bürger im Rentenalter. Der Vertrag ist der erste völkerrechtlich bindende Vertrag, der nicht im Rahmen alliierter Vereinbarungen, sondern zwischen beiden deutschen Staaten geschlossen wird.

Zuletzt aktualisiert: 02. Oktober 2009, 10:10 Uhr