#blickzurück: Kalenderblatt der Geschichte Das geschah am 13. September

1999: Sprengstoffanschlag in Moskau

Bei einem Bombenanschlag in Moskau wurde ein achtstöckiges Wohnhaus in die Luft gesprengt. Dabei starben 130 Menschen. Dieser Anschlag war Teil einer Serie von Anschlägen auf Wohnhäuser. Dafür machte die russische Regierung tschetschenische Täter verantwortlich. Nach dem Zerfall der Sowjetunion strebte die abtrünnige Kaukasusrepublik Tschetschenien nach Unabhängigkeit. Der Konflikt mit Russland spitzte sich soweit zu, dass er in zwei Kriegen endete. Die Anschlagsserie im Jahr 1999 löste dann den zweiten Tschetschenienkrieg aus, der 2009 beendet wurde. Bis heute konnte nicht endgültig aufgeklärt werden, wer für die Bombenanschläge in Russland im Jahr 1999 verantwortlich war.

Russische Elitesoldaten tragen nach Beendigung der Geiselnahme durch das Gas betäubte Geiseln aus dem Moskauer Musical-Theater
Drei Tage später leiten russische Spezialkräfte ein Narkosegas in das Gebäude und stürmen dieses. Bis auf einen werden alle Geiselnehmer erschossen. Auch 131 Geiseln kommen ums Leben: 129 von ihnen durch das bis heute unbekannte Gas, zwei durch Schüsse. Bildrechte: dpa

1982: Erstes Friedensgebet in Nikolaikirche in Leipzig

Am Montag dem 13. September 1982 begannen die wöchentlichen Friedensgebete in der Nikolaikirche in Leipzig. Unter der Leitung von Pfarrer Christian Führer versammelten sich die Menschen, um für Frieden und für das Ende des atomaren Wettrüstens zu beten. Schnell beteiligten sich neben der Kirche auch DDR-kritische Gruppen, Vereine und Organisationen an der Versammlung. Aus den Friedensgebeten gingen die Montagsdemonstrationen hervor, die ein wichtiger Teil der friedlichen Revolution waren.


1959: Erster Flugkörper auf dem Mond

Die Sowjetunion hat es geschafft: Nach einigen Fehlversuch landete die Raumsonde "Lunik 2", oder auch "Luna 2" genannt, als erster Flugkörper auf dem Mond. Die von der Sonde übermittelten Daten bestätigten, dass der Mond weder ein starkes Magnetfeld noch einen starken Strahlungsgürtel besitzt. Für die Sowjetunion war die geglückte "Lunik 2"-Mission ein wichtiger Erfolg während des Kalten Krieg im Wettstreit um das All.

Lunik 2 Sonde, 1959
Am 13. September 1959 zerschellte die Raumsonde "Lunik 2" plangemäßig auf dem Mond. Der Flugkörper wog 309 Kilogramm. Bildrechte: imago/ITAR-TASS