#blickzurück: Kalenderblatt der Geschichte Das geschah am 21. September

1869: Dresdner Semper-Oper steht in Flammen

Vor 152 Jahren wurde das Königliche Hoftheater in Dresden durch ein Feuer zerstört. Der Architekt Gottfried Semper, nach dessen Plänen das erste Hoftheater zwischen 1838 und 1841 gebaut wurde, leitete dann auch den Bau der neuen Oper im Stil der italienischen Hochrenaissance.

Gottfried Semper kam 1834 nach Dresden und erhielt den Auftrag, den leeren Platz zwischen Zwinger und den Elbterrassen zu bebauen. Geplant waren eine Orangerie, eine Gemäldegalerie und ein Theatherhaus. Zuerst wurde allerdings nur das Theaterhaus gebaut, was Semper nach antikem Vorbild baute. König August II. ernannte Semper bei der Eröffnung der Oper, 1841, zum "Ritter des Zivilverdienstordnes".

Im Zweiten Weltkrieg wurde die Oper beim Angriff auf Dresden ein weiteres Mal zerstört. Unter weitgehender Wahrung der historischen Form wurde das Opernhaus von 1977 bis 1985 erneut rekonstruiert. Im Februar 1985 wurde das Haus mit der Aufführung "Der Freischütz" wieder eröffnet.

1933: Beginn Reichstagsbrandprozess

Am 21. September 1933 begann am Leipziger Reichsgericht der Reichstagsbrandprozess. Es ging um die Klärung der Frage, ob der am 27. Februar 1933 im brennenden Reichstag verhaftete Marinus van der Lubbe Alleintäter war. Dieser war noch am selben Abend von Polizei und Hausmeister aufgegriffen worden, voll geständig und gab an, allein gehandelt zu haben.

Marinus van der Lubbe
Marinus van der Lubbe, der Täter des Reichtagsbrandprozesses. Bildrechte: IMAGO

Doch für Adolf Hitler, Josef Goebbels und Hermann Göring, die noch in der Brandnacht am Reichstag eintrafen, sah die Sache anders aus. Für Göring standen die Schuldigen bereits fest: "Das ist der Beginn des kommunistischen Aufstands. Sie werden jetzt losschlagen." Hitler wurde konkret: "Jeder kommunistische Funktionär wird erschossen, wo er angetroffen wird. Die kommunistischen Abgeordneten müssen noch in dieser Nacht aufgehängt werden."

Der Prozess gegen die vermeintlichen Täter - man hatte noch vier Kommunisten "ausfindig" gemacht - begann am 21. September 1933. Angeklagt waren neben Marinus van der Lubbe der KPD-Abgeordnete Ernst Torgler sowie Georgi Dimitroff, Blagoi Popoff und Wassil Taneff, drei bulgarische Funktionäre der Kommunistischen Internationale (Komintern).

Marinus van der Lubbe wurde am 23. Dezember 1933 nach 57 Verhandlungstagen zum Tode verurteilt und am 10. Januar 1934 enthauptet. Die übrigen Angeklagten wurden freigesprochen. 

1983: Erstes Handy von Motorola

Das 800 Gramm schwere Mobiltelefon "DynaTAC 8000X" von Motorola wird in den USA als weltweit erstes Handy von der Federal Communications Commission zugelassen. 4.000 Dollar kostet das Mobiltelefon und bereits im ersten Jahr nach dem Erscheinen hatten es 300.000 Menschen gekauft. Der Akku des Gerätes hielt damals für rund eine Stunde Gesprächsdauer und man konnte maximal 30 Nummern einspeichern.

Rudy Krolopp
Der Amerikaner Rudy Krolopp, ehemaliger Chef-Designer von Motorola, hält das weltweit erste zugelassen Handy in der Hand: "DynaTAC 8000X". Bildrechte: dpa