Historische Jahrestage, Jubiläen, Ereignisse #blickzurück: 14. April

Rennsteiglied erstmals erklungen

1951 wurde das Rennsteiglied erstmals öffentlich gesungen. Komponiert hatte es der Thüringer Volksmusikant Herbert Roth. Die Uraufführung fand in Hirschbach bei Suhl statt. Mit dem schnellen Erfolg des Wanderliedes kam auch die Kritik: Die Lieder seien "kleinbürgerliche Gefühlsduselei" und "Heimatkitsch". Nach einem Privatkonzert beendete SED-Chef Walter Ulbricht die Debatte um Roths Musik mit den Worten "mir gefällt's eigentlich". Die "Hymne des Thüringer Waldes" setzte sich durch und ist auch nach 70 Jahren ein beliebtes Wanderlied.

Diesen Weg auf den Höhen bin ich oft gegangen
Vöglein sangen Lieder
Bin ich weit in der Welt, habe ich verlangen
Thüringer Wald nur nach Dir ...

Rennsteiglied Herbert Roth

Schriftsteller Landolf Scherzer feiert 80. Geburtstag

1941 ist Schriftsteller Landolf Scherzer geboren worden. Sein Buch "Der Erste" gibt dem Leser Einblicke in den SED-Machtapparat und wurde kontrovers diskutiert. Mit seiner versteckten Systemkritik wurde Scherzer zu einem beliebten Schriftsteller in der DDR. Der gebürtige Dresdner studierte Journalistik in Leipzig, verlor aber wegen seiner kritischen Reportagen den Studienplatz. Landolf Scherzer zog nach Thüringen und ist seitdem als Redakteur und freier Schriftsteller tätig.


Spanische Republik ausgerufen

1931 rief ein Bündnis aus Republikanern und Sozialisten die Zweite Spanische Republik aus. Doch die Freude über die Rückkehr zur Demokratie hielt nicht lang. Schwere politische, wirtschaftliche und soziale Krisen schwächten und spalteten die junge Republik. Der Putsch des Generals Francisco Franco stürzte das Land 1936 in einen dreijährigen Bürgerkrieg mit anschließender Diktatur. Erst mit dem Tod des Diktators Franco im Jahr 1975 wurde der Weg frei für demokratische Strukturen.

General Francisco Franco, 1974
General Francisco Franco, 1974 Bildrechte: dpa