Historische Jahrestage, Jubiläen, Ereignisse #blickzurück: 8. Juni

Nick Út schießt die Fotografie-Ikone "The Terror of War"

1972 nahm Nick Út die berühmte Fotografie "The Terror of War" im Vietnamkrieg auf. Das Bild entstand während eines Napalm-Angriffs der südvietnamesischen Armee auf das Dorf Trảng Bàng. Es zeigt das damals neunjährige Mädchen Kim Phúc bei ihrer Flucht aus dem Ort. Der Fotograf Huynh Cong – genannt Nick – Út war gerade mal 21 Jahre alt, als er das Foto für die Associated Press schoss. Die "New York Times" druckte die Momentaufnahme bereits am Folgetag auf ihrer Titelseite. Für die Veröffentlichung wurde ein Teil des Originalbildes abgeschnitten. Der Ausschnitt zeigte Fotografen, die ihre Filme wechseln. Sie machen keine Anstalten, den verängstigten Kindern zu helfen. 1973 erhielt Út den Pulitzer-Preis für das zugeschnittene Bild. Kim Phúc lebt heute in Kanada. Sie engagiert sich als UNESCO-Botschaftlerin und setzt sich für Kinder ein, die Kriegsopfer wurden. Dafür erhielt sie 2019 den Dresdner Friedenspreis.

Weinende Kinder fliehen nach einem Napalm-Angriff auf ein Dorf.
Das damals neunjährige Mädchen Kim Phúc und ihre Geschwister fliehen nach einem Napalm-Angriff aus ihrem Dorf Trảng Bàng. Bildrechte: dpa

Roland Jahn wird in den Westen abgeschoben

1983 wurde Roland Jahn in die Bundesrepublik abgeschoben. Die Stasi schaffte den Aktivisten gewaltsam in den Interzonenzug nach München. Er blieb geknebelt und in einem Wagenabteil eingesperrt, bis die Grenze zur Bundesrepublik überquert war. Vor seiner Zwangsabschiebung war die DDR bereits mehrfach gegen den "feindlich-negativen" Jenaer vorgegangen. Jahn hatte jahrelang gegen das SED-Regime protestiert. 1983 gründete er mit anderen Oppositionellen die Jenaer Friedensgemeinschaft. Viele der Aktivistinnen und Aktivisten wurden wie Jahn in den Westen abgeschoben. Seit 2011 ist Roland Jahn Bundesbeauftragter für die Unterlagen des Staatssicherheitsdienstes der ehemaligen DDR.

Geburtsstunde der Marke Porsche

1948 erhielt der erste Sportwagen mit dem Namen "Porsche" die Zulassung zum öffentlichen Straßenverkehr. Die Marke Porsche war geboren. Entworfen und gebaut wurde der Prototyp 356 unter der Leitung von "Ferry" Porsche im Werk Gmünd. Wegen zunehmender Luftangriffe war die Konstruktions- und Produktionsstätte 1944 dorthin verlegt worden. Die "Nr. 1" ist immer noch intakt und steht im Porsche Museum in Stuttgart.

"Ferry" und Vater Ferdinand Porsche stehen an der Seite eines Porsche 356 Coupes.
1948 konnte "Ferry" Porsche (l.) seinem Vater Ferdinand (r.) den ersten Sportwagen präsentieren, der den Familiennamen trägt. Bildrechte: dpa