Historische Jahrestage, Jubiläen, Ereignisse #blickzurück: 14. Juni

1940: Deutsche Truppen besetzen Paris

Die deutschen Truppen beenden mit der kampflosen Besetzung der französischen Hauptstadt ihre Angriffe an der Westfront. Am 14. Juni 1940 ziehen sie in Paris ein – und treffen auf eine Stadt, die wie verlassen wirkt. 700.000 Menschen sind geflohen. Es sind vor allem die größeren Hotels, die die Wehrmacht als erstes besetzt. Denn dort gibt es ausreichend Lebensmittel und eine funktionierende Infrastruktur wie Telefon. Von nun an beherrschen deutsche Uniformen das Stadtbild. "Grüne Bohnen" oder "Graue Mäuse" nennen die Pariser die Besatzer aufgrund der Farben ihrer Uniformen.

Deutsche Truppen 1940 auf den Champs Elysees in Paris
Deutsche Truppen 1940 auf den Champs Élysées in Paris. Bildrechte: imago/United Archives


Mit der am 10. Mai eingeleiteten Offensive gegen den Nachbarstaat verletzte Adolf Hitler die Neutralität der Länder Belgien, Niederlande und Luxemburg. Die deutschen Truppen hatten alle drei Länder militärisch besiegt und zur Kapitulation gezwungen. Nach der Besetzung von Paris wird am 22. Juni 1940 der Waffenstillstand von Compiègne vereinbart, der drei Fünftel Frankreichs zur deutschen Besatzungszone erklärt.

1966: Vatikan hebt "Index der verbotenen Bücher auf"

Am 14. Juni 1966 hebt der Vatikan den "Index librorum prohibitorum", den "Index der verbotenen Bücher" auf. In dem seit 1559 geführten und 500 Seiten starken Kanon sind alle Bücher aufgelistet, die von Katholiken weder gelesen, verkauft noch herausgegeben werden dürfen. Eines der ersten Bücher, welches indexiert wird, ist das Buch "De revolutionibus orbium coelestium" von Nikolaus Kopernikus. Hier beschreibt der Astronom, wie sich die Planeten einschließlich der Erde um die Sonne bewegen und die Erde sich um ihre eigene Achse dreht. Auch die Bibelübersetzung von Luther landet auf dem katholischen Index.

Nicht nur seitens der Kirche werden Bücher verboten. Auch in der DDR finden sich Bücher auf dem Index, statt im Regal. So etwa Literatur von Christa Wolf, Bertold Brecht, Brigitte Reimann. Aber auch Lieder und Gedichte wie vom Liedermacher Wolf Biermann. Erst am 30. November 1989 wird die Literatur-Zensur in der DDR gekippt.

2020: Unwetter in Mitteldeutschland

Vor einem Jahr kam es in Mitteldeutschland zu heftigem Unwetter mit mehr als 133 Liter Regen je Quadratmeter. In Thüringen löste sich eine Schlammlawine, die Grundstücke und Häuser überflutete. In Sachsen-Anhalt setzte ein Blitzschlag ein Haus in Brand. Im Saalekreis kam ein Mann ums Leben, da er sich in der Nähe eines Hochspannungsmastes aufhielt, als der Blitz einschlug. Mehr als 200 Feuerwehrleute kämpften allein in dem kleinen Ort Mühlhausen die ganze Nacht gegen die Wassermassen.