Historische Jahrestage, Jubiläen, Ereignisse #blickzurück: 16. Mai

Erste elektrische Straßenbahn der Welt in Berlin

1881 nahm die erste elektrische Straßenbahnlinie der Welt in einem Berliner Vorort den Betrieb auf. Von da an beförderte sie regelmäßig 20 Personen vom Anhalter Bahnhof zur zweieinhab Kilometer entfernten Preußischen Hauptkadettenanstalt. Ihre Höchstgeschwindigkeit: 20 Kilometer pro Stunde. Für die erste Straßenbahn hatte die Firma Siemens & Halske Pferdebahnwagen umgerüstet. Bereits 1879 hatte der Erfinder Werner von Siemens auf der Berliner Gewerbeausstellung die erste elektrische Lokomotive der Welt präsentiert. Von Siemens plante eine elektrische Hochbahn, um den gesamten Berliner Verkehr zu modernisieren. Anwohner und die Berliner Stadtverwaltung wehrten sich jedoch gegen den Bau einer Hochtrasse. Von Siemens musste auf ein Versuchsfeld in Lichterfelde ausweichen, und seine Bahn ebenerdig betreiben. Ab den 1890er Jahren setzt sich die Erfindung jedoch schnell durch: Bis 1902 war das komplette Pferdebahnnetz Berlins elektrifiziert.

Erste elektrische Straßenbahn in Berlin
Nur 20km/h schnell, aber eine elektrische Revolution: die erste Straßenbahn Berlins Bildrechte: imago/teutopress

Erste Frau auf dem Mount Everest

1975 bestieg Junko Tabei als erste Frau in der Geschichte den Gipfel des Mount Everest. Tabei stammte aus Fukushima und galt als eine der besten Bergsteigerinnen Japans. Sie wollte mit einer Gruppe von Bergsteigerinnen den Everest erklimmen. Obwohl ihr Camp dabei von einer Lawine verschüttet wurde und Tabei nur knapp überlebte, gelang ihr trotzdem der Aufstieg. Als erste deutsche Frau bezwang Helga Hengge 1999 erfolgreich den Mount Everest. Ihr war Hannelore Schmatz bereits 1979 vorausgegangen. Sie hatte sogar als erste Europäerin zusammen mit ihrem Mann den Gipfel erreicht, starb jedoch beim Abstieg.

Junko Tabei
Junko Tabei, die erste Frau, die erfolgreich den Mount Everest bestiegen hat, bei ihrer Rückkehr nach Japan 1975. Bildrechte: imago/Kyodo News

BRD und Sowjetunion beschließen Zukunt der SDAG Wismut

1991 unterzeichneten die Regierungen der Bundesrepublik und der Sowjetunion in Chemnitz ein Abkommen über das Ende der Sowjetisch-Deutschen Aktiengesellschaft (SDAG) Wismut. Das Abkommen sah vor, die SDAG in eine Gesellschaft mit beschränkter Haftung umzuwandeln, ihre Gesellschafterin wurde die Bundesrepublik. Der zugehörige Gesetzesentwurf trat im Dezember 1991 in Kraft. Von 1946 bis 1990 förderte die Wismut Uran an Standorten in Sachsen und Thüringen. Die SDAG Wismut wurde damit viertgrößter Uranproduzent der Welt und war Grundlage der sowjetischen Atomindustrie. Die Wismut hinterließ damit ein gewaltiges kulturelles Erbe. Ganze Landschaften wurden durch den Uranabbau zerstört, Wismut-Arbeiter kämpfen bis heute mit den gesundheitlichen Folgen ihrer Arbeitsbedingungen. Aufgabe der neu gegründeten Wismut GmbH wurde es deshalb unter anderem, vom Uranabbau betroffene Gebiete wieder zu sanieren.

Vorschaubild Ende der Wismut SDAG Konzept für Ronneburg 1 min
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