Historische Jahrestage, Jubiläen, Ereignisse #blickzurück: 21. April

95. Geburtstag von Queen Elisabeth II.

Elizabeth Alexandra Mary wird am 21. April 1926 in London geboren. Bei ihrer Geburt steht sie an dritter Stelle der englischen Thronfolge - nach ihrem Onkel Eduard VIII. und ihrem Vater Georg VI. Während des Zweiten Weltkrieges dient Elizabeth II., die von engen Vertrauten auch 'Lilibeth' genannt wird, in der Frauenabteilung des britischen Heeres. Bereits mit 13 Jahren lernt sie Prinz Philip von Griechenland und Dänemark kennen. Die beiden heiraten 1947 - fünf Jahre bevor Elizabeth II. den Thron besteigt. Das Paar hat vier Kinder: Charles, Anne, Andrew und Edward. Prinz Philip stirbt im Alter von 99 Jahren am 9. April 2021. Es wird für die Queen der erste Geburtstag nach 74 Ehejahren ohne ihn sein.

Bombardier will knapp 1.000 Stellen in Görlitz und Bautzen abbauen

Fast die ganze Belegschaft, also rund 1.000 Mitarbeiter, demonstrieren am 21. April 2016 gegen den geplanten Stellenabbau beim Waggonbauer Bombardier. Das Unternehmen möchte in Deutschland 1.400 Arbeitsplätze streichen. Davon 930 in Görlitz und Bautzen. Die demonstrierende Belegschaft ruft die Unternehmensleitung dazu auf, ein tragfähiges Konzept für den Erhalt der Werke zu erarbeiten.

Bereits 1849 werden in Görlitz die ersten Wagen produziert. Anfang der 20er Jahre wird dann die Linde AG zu einem der größten Hersteller von Karosserien in Europa. Nach dem Zweiten Weltkrieg wird der Hersteller in VEB Waggonbau Ammendorf umbenannt. Die DDR wird zum größten Exporteur von Schienenfahrzeugen. 1990 entsteht die Deutsche Waggonbau AG mit sieben großen Standorten. Doch 1995 schließt die Treuhand den Waggonbau Dessau. Bautzen, Görlitz und Ammendorf können gerettet und 1998 von der kanadischen Aktiengesellschaft Bombardier übernommen werden. Doch es kriselt immer wieder im Unternehmen. Nach sieben Jahren und drei Insolvenzen wird der Betrieb 2016 von der Schweizer Molinari-Gruppe übernommen. 2021 gehen die Standorte Bautzen und Görlitz im Unternehmen Alstom auf. Damit geht nach mehr als 20 Jahren die Ära Bombardier zu Ende.

Waldheimer Prozesse: Gegen jede Rechtsstaatlichkeit

Die sogenannten Waldheimer Prozesse finden 1950 im Zuchthaus des gleichnamigen sächsischen Städtchens statt. Im April und Juni 1950 werden hier ungefähr 3.400 Angeklagte verurteilt. Die Angeklagten saßen bis zum Prozess in sowjetischen Internierungslagern wie in Bautzen, Sachsenhausen oder Buchenwald ein. Ihnen werden Verbrechen im Nationalsozialismus vorgeworfen. Die Prozesse selbst sorgen weltweit für Schlagzeilen: Das DDR-Regime missachtet während der Prozesse elementarste Regeln rechtsstaatlicher Verfahren. So sind die Richter nach ihrer politischen Zuverlässigkeit ausgewählt worden und die Dauer jedes Verfahrens steht vor Prozessbeginn fest: Länger als 30 Minuten dauert keine der Anhörungen. Auch die Urteile stehen bereits vor den Verhandlungen fest.

KPD und SPD vereinigen sich zur SED

Im Berliner Admiralspalast wird am 21. April 1946 die SPD mit der KPD unter sowjetischem Druck zur Sozialistischen Einheitspartei Deutschland (SED) zwangsvereinigt. Der Händedruck von KPD-Chef Wilhelm Pieck und SPD-Chef Otto Grotewohl wird später zum Symbol für das Ende der historischen Spaltung der Arbeiterschaft.

Ein überdimensionales Parteiabzeichen der SED, das bis 1989 an der Außenfassade des Gebäudes des ZK der SED am Werderschen Markt in Berlin angebracht war
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Doch viele Sozialdemokraten lehnen einen Zusammenschluss mit den Kommunisten ab. Sie werden unter Druck gesetzt und zu hohen Zuchthausstrafen verurteilt. Bis zum Herbst 1989 ist die SED die unangefochtene und das politische Leben dominierende Partei der DDR.