#blickzurück: Kalenderblatt der Geschichte Das geschah am 7. Juli ...

1951: Weltweit erstes Farbfernsehen ausgestrahlt

In den USA wurde 1951 weltweit zum ersten Mal eine Fernsehshow in Farbe übertragen. In der Bundesrepublik fiel 1967 der Startschuss für die ersten Sendungen, die in Farbe ausgestrahlt wurde. Mit einem symbolischen Knopfdruck stellte Vize-Kanzler Willy Brandt das bundesdeutsche Fernsehen auf Farbe um. In der DDR wurde das Fernsehen zwei Jahre später bunt. Mit der Einführung des zweiten Programmes 1969 strahlte die DDR auch Sendungen in Farbe aus.


1956: Bundestag verabschiedet Wehrpflichtgesetz

Der Bundestag beschloss an diesem Tag im Jahr 1956, dass alle Männer zwischen 18 und 45 Jahren zum Dienst an der Waffe verpflichtet werden. Dieser Beschluss geht auf die Pariser Verträge von 1955 zurück, indem der Beitritt der Bundesrepublik zum Verteidigungsbündnis NATO beschlossen wurde. Als NATO-Mitglied verpflichtete sich die Bundesrepublik dazu eine Armee aufzubauen. Die Bundesregierung stritt heftig darüber, ob die Bundeswehr eine reine Freiwilligenarmee oder doch eine Armee aus Wehrpflichtigen sein sollte. Letztendlich stimmten 269 Abgeordnete für die Wehrpflicht, 166 dagegen und 20 enthielten sich. Am 21. Juli 1956 trat das Wehrpflichtgesetz in Kraft. 55 Jahre später wurde eine Verkleinerung der Bundeswehr beschlossen und die Wehrpflicht in Deutschland ausgesetzt. Sie tritt nur in Kraft, wenn ein Spannungs- oder Verteidigungsfall festgestellt wird. Seit 2011 ist die Bundeswehr eine reine Freiwilligenarmee.


2016: Schärferes Sexualstrafrecht beschlossen

Der Bundestag beschloss 2016 ein strengeres Sexualstrafrecht. Demnach gilt es künftig als Vergewaltigung, wenn sich der Täter über den "erkennbaren Willen" des Opfers hinwegsetzt. Das heißt: Ein schlichtes "Nein" reicht nun aus, um deutlich zu machen, dass der Sex nicht einvernehmlich ist. Zuvor galt: Nur wenn Sex mit Gewalt oder deren Androhung erzwungen wurde, war er strafbar. Diese Neuerung soll die Rechte von Opfern sexueller Straftaten stärken und die sexuelle Selbstbestimmung besser schützen.

In der DDR galten Sexismus und sexuelle Gewalt als Tabuthemen. Da Mann und Frau angeblich gleichberechtigt lebten, passte dies nicht in das Gesellschaftsbild des Staates. Mutige Frauen sprachen in den 1980er-Jahren diese Tabus dennoch in der Öffentlichkeit der DDR an und starteten somit einen Vorläufer der #metoo-Debatte.