So wütete Orkan Quimburga über Deutschland

Blick vom Helikopter auf gerodetes Waldgebiet.
Noch schwerer hat Quimburga in Westdeutschland gewütet. Von oben ist die Schneise der Verwüstung in den Wäldern Niedersachsens gut zu erkennen. Vor allem die Waldgebiete rund um Oldenburg und die Südheide bei Celle waren betroffen. Mehr als eine Milliarde D-Mark Schaden verursachte Orkan Quimburga im Westen. Bildrechte: NDR
Blick auf den Brocken, der von dunklen Wolken umgeben ist.
Am 13. November 1972 verwüstete Orkan Quimburga erst Niedersachsen, bevor er die DDR erreichte. Mit Windgeschwindigkeiten bis zu 245 Stundenkilometern fegte er um 10:55 Uhr über den Brocken. Im Harz riss er Baum um Baum in nur kurzer Zeit nieder. Bildrechte: MITTELDEUTSCHER RUNDFUNK
Sturmschäden
Der Sturm überraschte die Menschen sowohl im Westen als auch im Osten mitten im Alltag. Einen gewöhnlichen Herbststurm kündigten die Wetterexperten am Vorabend an. Doch es kam viel schlimmer. Ein Jahrhundersturm, der Chaos auf dem Land und in der Stadt anrichtete. Hier eine Aufnahme aus West-Berlin. Bildrechte: RBB
Sturmschäden
Der Sturm fiel mit unberechenbarer Wucht über Mitteleuropa her. Umfallende Bäume und herumfliegende Äste stellten eine große Gefahr auch für die Ost- und Westberliner dar. In ganz Europa starben 73 Menschen. Bildrechte: RBB
Im Gottesdienstraum einer Kirche liegen Trümmer.
In Berlin-Friedrichshagen riss Orkan Quimburga große Teile aus dem Kirchturm der evangelischen Christophoruskirche und zerstörte das Dach des Kirchenschiffes. Die herabfallenden Trümmer beschädigten den Gottesdienstraum stark. Bildrechte: Christophorus Kirche Berlin
Sturmschäden in einem Wald
Die Ruhe nach dem Sturm: Am Tag nach Orkan Quimburga beginnt das große Aufräumen. Das gebrochene Holz muss schnell geborgen werden, damit es nicht an Wert verliert. Mehrere Millionen DDR-Mark Schaden entstanden in der DDR. Bildrechte: NDR
Sturmschäden im Wald
Dort, wo einst Bäume hoch in den Himmel wuchsen, bleiben nach den Aufräumarbeiten kahle Landschaften zurück. Berge an abgebrochenem Holz zeugen von der Zerstörungswut des Jahrhundertorkans. Bildrechte: Norddeutscher Rundfunk
Blick vom Helikopter auf gerodetes Waldgebiet.
Noch schwerer hat Quimburga in Westdeutschland gewütet. Von oben ist die Schneise der Verwüstung in den Wäldern Niedersachsens gut zu erkennen. Vor allem die Waldgebiete rund um Oldenburg und die Südheide bei Celle waren betroffen. Mehr als eine Milliarde D-Mark Schaden verursachte Orkan Quimburga im Westen. Bildrechte: NDR
Forstarbeiter mit Axt begutachtet Sturmschäden im Wald.
In den Tagen danach beseitigten in der DDR zehntausende Helferinnen und Helfer die Sturmschäden. Die Forstarbeiter hatten wohl den schwersten und gefährlichesten Job. In Niedersachsen starben 22 Menschen bei den Aufräumarbeiten. Bildrechte: Norddeutscher Rundfunk
Baumstämme liegen auf einem Stapel auf einer gerodeten Fläche.
In Niedersachsen fielen vor allem Kiefern dem Orkan zum Opfer. Nach dem Sturm begann hier ein Umdenken in der Forstwirtschaft: Anstatt weiterhin Monokulturen anzupflanzen, legte man widerstandsfähigere Mischwälder an. Doch es dauerte Jahrzehnte, bis sich die Wälder in Ost- und Westdeutschland vom Orkan Quimburga erholten. Bildrechte: Norddeutscher Rundfunk
Kirchturm wird von Gerüst gestützt.
Der durchlöcherte Kirchturm der Christophoruskirche in Berlin-Friedrichshagen wurde drei Tage nach dem Sturm abgerissen. Erst nach fünf Jahren war der Umbau abgeschlossen. Die Erneuerung der Kirche erinnert noch heute an den Jahrhundertsturm von 1972. Bildrechte: Christophorus Kirche Berlin
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