Die letzte Regierung der DDR Was ist aus den Abgeordneten von damals geworden?

Rechtsanwalt Lothar de MAIZIERE ( letzter Ministerpräsident der DDR ) in seiner Kanzlei
Die Verhandlungen zur Wiedervereinigung gestaltete Lothar de Maizière in seiner Funktion als Ministerpräsident der DDR mit. Mit dem 3. Oktober 1990 wurde er als Bundesminister für besondere Aufgaben ins Kabinett übernommen. Doch schon wenige Tage nach seinem Wahlsieg tauchte der erste Verdacht auf, Lothar de Maizière habe für den DDR-Geheimdienst Staatssicherheit gearbeitet. Er dementierte. Als später bekannt wurde, dass ihn das Ministerium für Staatssicherheit als "IM Czerny" führte, legte er im Dezember 1990 seine Ämter nieder und zog sich ein Jahr später ganz aus der Politik zurück. Da die Akte vernichtet ist, ließ sich nie abschließend klären, ob de Maizière aktiver Zuträger war oder nur abgeschöpft wurde. Seit er die politische Bühne verlassen hat, arbeitet Lothar de Maizière wieder als Rechtsanwalt. Ein Angebot der Berliner CDU, 1994 in die Politik zurückzukehren, lehnte er ab. Bildrechte: IMAGO
Rechtsanwalt Lothar de MAIZIERE ( letzter Ministerpräsident der DDR ) in seiner Kanzlei
Die Verhandlungen zur Wiedervereinigung gestaltete Lothar de Maizière in seiner Funktion als Ministerpräsident der DDR mit. Mit dem 3. Oktober 1990 wurde er als Bundesminister für besondere Aufgaben ins Kabinett übernommen. Doch schon wenige Tage nach seinem Wahlsieg tauchte der erste Verdacht auf, Lothar de Maizière habe für den DDR-Geheimdienst Staatssicherheit gearbeitet. Er dementierte. Als später bekannt wurde, dass ihn das Ministerium für Staatssicherheit als "IM Czerny" führte, legte er im Dezember 1990 seine Ämter nieder und zog sich ein Jahr später ganz aus der Politik zurück. Da die Akte vernichtet ist, ließ sich nie abschließend klären, ob de Maizière aktiver Zuträger war oder nur abgeschöpft wurde. Seit er die politische Bühne verlassen hat, arbeitet Lothar de Maizière wieder als Rechtsanwalt. Ein Angebot der Berliner CDU, 1994 in die Politik zurückzukehren, lehnte er ab. Bildrechte: IMAGO
Sabine Bergmann-Pohl
Sabine Bergmann-Pohl zog bei der ersten freien Volkskammerwahl am 18. März 1990 als Abgeordnete für die CDU in die Volkskammer ein. Einen Monat später wurde sie zu deren Präsidentin gewählt. Aufgrund des am selben Tag verabschiedeten neuen Artikels 75a der Verfassung der DDR übte sie auch die Befugnisse des bisherigen Staatsratsvorsitzenden aus und war daher bis zum 2. Oktober 1990 das letzte Staatsoberhaupt der DDR. Nach der Wiedervereinigung wurde Bergmann-Pohl als Bundesministerin für besondere Aufgaben in die von Bundeskanzler Helmut Kohl geführte Bundesregierung berufen. Nach der ersten gesamtdeutschen Bundestagswahl 1990 verlor sie ihr Ministeramt und wurde zur Parlamentarischen Staatssekretärin beim Bundesminister für Gesundheit ernannt. Seit 2003 arbeitet Bergmann-Pohl für das Berliner Rote Kreuz. Bildrechte: dpa
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