1209 wird Hermann vierter Hochmeister des Deutschen Ordens Hermann von Salza - Der Kreuzritter aus Thüringen

Der aus Thüringen stammende Adlige ist der überragende Diplomat seiner Zeit. 1209 wird er zum Hochmeister des Deutschen Ordens gewählt, der unter Herrmann von Salza zur führenden Territorialmacht aufsteigt.

Am 18. März 1229 krönt sich ein vom Papst zum Ketzer gebannter Kreuzfahrer zum König von Jerusalem. Es ist Kaiser Friedrich II. An der Seite des neuen Königs steht als treuester Gefolgsmann Hermann von Salza, Hochmeister des Deutschen Ordens. Über sein Leben gibt es nur wenige Quellen. Große Teile, besonders die Jahre von Kindheit und Jugend, liegen völlig im Dunkeln. Doch der wahrscheinlich im heutigen Bad Langensalza geborene Adlige ist der überragende Diplomat seiner Zeit. Er ist ein Glücksfall für das Reich, den Kaiser und die Deutschordensritter.

Nur seinem Geschick ist die Rücknahme des päpstlichen Banns gegen den Kaiser im Frieden von San Germano (1230) zu verdanken. Sein diplomatisches Können steht am Beginn des Aufstiegs des Deutschen Ordens zur führenden Territorialmacht in den Ostgebieten des deutschen Reiches. Am Ende seines Lebens ist der Sohn eines kleinen Adligen aus Thüringen Reichsfürst. Er hat das Recht, den einköpfigen Reichsadler in seinem Wappen zu tragen und steht damit in der sozialen Hierarchie der abendländischen Welt gleich hinter Kaiser und Papst.

Als Hermann 1239 stirbt, verliert der Kaiser seinen fähigsten Diplomaten. Am selben Tag schleudert Papst Gregor IX. den zweiten Bann gegen den Kaiser. Das diplomatische Werk Hermann von Salzas zerbricht. Der Deutsche Orden aber, den Hermann in 30 Jahren als Hochmeister zur Macht führte, wird für Jahrhunderte die deutsche Geschichte mitbestimmen.