1758-1761: Aufenthalt in Wien und München - Canaletto im Exil

Wien/München: Die Auswirkungen des Siebenjährigen Krieges auf Dresden sind verheerend. Die Preußen haben die Stadt besetzt und König August III. und Graf von Brühl sind in das Exil nach Warschau geflüchtet. Canaletto fehlen die Aufträge und so entscheidet er sich Dresden in Begleitung seines Sohnes Lorenzo vorerst zu verlassen. Über Bayreuth erreichen die beiden 1761 Wien, wo Canaletto für die Kaiserin Maria Theresia von Österreich verschiedene Veduten anfertigt. Sein weiterer Weg führt den Maler an den kurbayerischen Hof von Maximilian III. nach München. Hier trifft Canaletto auf Maximilians Schwester, die sächsische Kurprinzessin Maria Antonia Walpurgis, und ihren Gemahl Friedrich Christian. Im Gegenzug für die Gastfreundschaft des Thronfolgerpaars malt Canaletto für sie zwei Landschaftsbilder ihrer Sommerresidenz - der Nymphenburg (Nymphenburger Ansichten) sowie ein Panorama der Stadt München. Ende 1761 kehrt Canaletto nach Dresden zurück.