Ab 1694: Dresdens Wandel unter August dem Starken

Dresden: Als Friedrich August I., genannt August der Starke, 1694 neuer Kurfürst von Sachsen wird, beginnt eine prachtvolle Ära, später das Augusteische Zeitalter genannt. Denn unter seiner Herrschaft vollzieht sich in Dresden ein großer Wandel: Kurfürst Friedrich August I. macht Dresden zum "Elbflorenz".  Er lässt die ganze Stadt umbauen, lädt zu prunkvollen Festen und holt sich Künstler aus aller Welt nach Dresden. Doch die ganzen Prachtbauten, Kunstschätze und der Glamour des Hofes verschlingen Unsummen von Geld und stehen im Widerspruch zum Leben des einfachen Volkes.

August III., der Sohn August des Starken, wird mit seiner Ernennung zum Kurfürsten 1733 Dresden ganz im Sinne des Vaters weiter regieren.  Die Veduten, also Stadtansichten, des venezianischen Künstlers Canaletto spiegeln genau dieses prächtige und zugleich widersprüchliche Leben in der Barockstadt Dresden wieder und liefern zugleich ein Abbild der damaligen Gesellschaft.