1748-1759: Erste Schaffensperiode in Dresden

Dresden: Während seiner Zeit in Dresden werden Canaletto fünf Töchter geboren - aber nur zwei von ihnen überleben das Kleinkindesalter. Als Paten sind vor allem Mitglieder der Königsfamilie sowie der Familie des Grafen von Brühl in den Akten verzeichnet, auch das spricht für Canalettos großes Ansehen in dieser Zeit, der sich bei Hofe allerdings nur mit Hilfe seines Sohnes Lorenzo als Dolmetscher verständlich machen kann. Die Bekanntschaft mit anderen italienischen Malern wie Giovanni Battista Casanova oder Stefan Torelli erleichtert ihm den Aufenthalt in der fremden Stadt.

Im Auftrag von August III. malt Canaletto 14 Ansichten des barocken Dresden. Sie stechen vor allem durch ihre realistische Darstellung des Stadtbildes sowie architektonischer Genauigkeit hervor. Besondere Berühmtheit erlangt Canalettos Ölgemälde "Dresden vom rechten Elbufer der Augustbrücke", welches als so genannter "Canaletto-Blick" die weltbekannte Silhouette Dresdens prägt. Noch heute befinden sich die Bilder in verschiedenen Staatlichen Kunstsammlungen wie zum Beispiel der Gemäldegalerie "Alte Meister" in Dresden.