Spielszenen aus: "Canaletto - Der Maler hinter dem Dresden-Mythos
Canalettos Blick verzaubert noch heute Bildrechte: MITTELDEUTSCHER RUNDFUNK

Canaletto - Der Maler hinter dem Dresden-Mythos

Dresden im augusteischen Zeitalter - unser Bild davon prägte ein Bürgersohn aus Venedig, der in Sachsen zum Hofkünstler aufstieg. Doch nach 20 Jahren in Dresden begann Canalettos Stern zu sinken. Was machte ihn zum Star und was trieb ihn weg aus der prächtigen Elb-Residenz? Wie prägte er mit seinen Bildern den Mythos Dresden?

Spielszenen aus: "Canaletto - Der Maler hinter dem Dresden-Mythos
Canalettos Blick verzaubert noch heute Bildrechte: MITTELDEUTSCHER RUNDFUNK

Glanz und Pracht des Barocks

Dresden im augusteischen Zeitalter - das muss eine strahlende Metropole gewesen sein. Voller Glanz und Pracht des Barock. Verantwortlich für dieses noch heute gefeierte Bild ist ein Venezianer - Bernardo Bellotto, genannt Canaletto.

Gemälde als Ikonen

Wie kein anderer Maler ist Canaletto mit Dresden verbunden. Vor allem nach der Zerstörung Dresdens im Zweiten Weltkrieg wurden seine Gemälde zu emotional aufgeladenen Ikonen, halten sie doch die Erinnerung an die prunkvolle Epoche Dresdens unter August dem Starken und seinem Sohn August III. aufrecht. Canalettos 14 großformatige Darstellungen der Stadt prägen die Vorstellung vom Alltag im barocken Dresden bis heute. Dafür wurde Canaletto gefeiert.

Vom italienischen Bürgersohn zum sächsischen Hofmaler

Spielszenen aus: "Canaletto - Der Maler hinter dem Dresden-Mythos
Canaletto am Elbufer - Spielszene Bildrechte: MITTELDEUTSCHER RUNDFUNK

Er, der einfache Bürgersohn aus dem fernen Italien, schaffte einen unglaublichen Aufstieg in Dresdens High-Society. Fürsten und Grafen gehörten zu den Kunden des Hofmalers, sein Gehalt war atemberaubend hoch.

Doch spätestens mit dem Tod seiner Förderer begann sein Abstieg. Er, der gefeierte Künstler bekam plötzlich keine Aufträge mehr. Sein Malstil schien nicht mehr gefragt, die Zeiten, so sagt man, hatten sich geändert. Aber stimmt das wirklich? Oder waren es die Neider, die den "Starkünstler" schließlich aus der Stadt vertrieben?

Wo viel Licht ist ...

Spielszenen aus: "Canaletto - Der Maler hinter dem Dresden-Mythos
Was will dieser Mann da unten am Fluss, fragt sich Hagedorn, der spätere Direktor der Dresdner Kunstakademie, der dem Höfling Canaletto und seinen Veduten nicht gewogen ist. Bildrechte: MITTELDEUTSCHER RUNDFUNK

Der Film in der MDR-Reihe zur Geschichte Mitteldeutschlands zeichnet nicht nur ein Porträt des berühmten Malers, sondern erlaubt auch einen neuen Blick hinter den Mythos des barocken Dresden, den Canaletto miterschaffen hat. Denn auch in Dresden war nicht alles Gold, was glänzte. Wie viel Wirklichkeit steckt also in den berühmten Stadtansichten?

Wie wurde eigentlich aus einer Verwaltungsstadt die blühende Residenz? Wie wie wirkten sich die Veränderungen in der Stadt auf das Leben der einfachen Bürger aus? Und mit welchen Schwierigkeiten hatte Canaletto, der Mann hinter dem Mythos Dresden, tatsächlich zu kämpfen?

Dresdner Stadtansichten
Bildrechte: MITTELDEUTSCHER RUNDFUNK

Angaben zum Film: Canaletto - Der Maler hinter dem Dresden-Mythos

Buch und Regie: Gabriele Rose
Kamera: Jürgen Rehberg
Schnitt: Tim Sprado
Musik: Philipp E. Kümpel + Andreas Moisa

Länge: 45 min.
Erstsendung: 03.08.2014 | 20:15 Uhr

Zuletzt aktualisiert: 15. September 2015, 14:58 Uhr