Geschichte

Pornografie made in GDR

Kartenspiel-Karte mit Liebespaar im Hintergrund
Tatsächlich in der DDR hergestellt - eine Spielkarten-Sonderserie, die für den Export bestimmt war - die pornografischen Abbildungen im Biedermeierstil waren unter einer Spezialbeschichtung verborgen. Bildrechte: MITTELDEUTSCHER RUNDFUNK
Kartenspiel-Karte mit Liebespaar im Hintergrund
Tatsächlich in der DDR hergestellt - eine Spielkarten-Sonderserie, die für den Export bestimmt war - die pornografischen Abbildungen im Biedermeierstil waren unter einer Spezialbeschichtung verborgen. Bildrechte: MITTELDEUTSCHER RUNDFUNK
Kartenspiel-Karten mit halbnackten Frauen
Beliebt in der Herrenrunde: Das Kartenspiel im Pin-up-Look. Bildrechte: MITTELDEUTSCHER RUNDFUNK
Buchdeckel  mit der Aufschrift "Die Entgleisung".
Ein Roman, der 1980 einschlägt wie eine "Sexbombe". Die Geschichte: In einem Thüringer Örtchen entgleist ein Zug mit "heißer Ware": Sexzeitschriften, die angeblich in der DDR für den Export nach Schweden hergestellt wurden. Der Staat versucht, die "tabulosen" Zeitschriften wieder einzusammeln. Bildrechte: MITTELDEUTSCHER RUNDFUNK
Zwei geknetete Figuren - vor einem Polizistenpuppe statt eine barbusige Frau mit roten Haaren.
Von einem DDR-Filmemacher in den 80er-Jahren privat hergestellt, fand der DDR-Knetfiguren-Sexfilm "Der Volkspolizist" viele Fans. Sein Reiz lag in der kuriosen Mischung aus Figur, simpler Story und der Musik - verschiedenen DDR-Kinderliedern. Bildrechte: MITTELDEUTSCHER RUNDFUNK
DDR-Bürger nach dem Einkauf im Beate-Uhse-Laden am Zoo (Berlin/1989)
Da es im Osten keine Geschäfte für Sex-Artikel gab, war der Andrang zum Beispiel in Westberlin auf einen Beate-Uhse-Shop enorm. Die Aufnahme stammt aus dem Herbst 1989. Bildrechte: IMAGO
Rückansicht einer fast nackten Frau vor einem Stuhl
Mit dem Fall der Mauer verschwinden auch viele Tabus. Ende April 1990 finden sich nun erstmals auch Stripperinnen in Ostberliner Nachtclubs. Bildrechte: dpa
Im Rückfenster eines Kleinbuses steht handschriftlich geschrieben: "Erotic-Center. Ab 18 Jahren". Neben dem Bus stehen viele junge Männer.
Ein cleverer Geschäftemacher aus der Bundesrepublik ahnt den "Notstand" in Sachen Erotikmarkt, nutzt die Geschäftslücke - und verkauft in seinem Kleinbus Pornos auf dem Magdeburger Marktplatz im Juli 1990. Bildrechte: dpa
Zelt eines Sexshops in Dresden (1990)
Über den Umsatz, den ein findiger Anbieter 1990 im schnell aufgebauten Zeltsexshop wie hier in Dresden mit dem Verkauf von Sex-Magazinen oder Videos macht, sind ebenfalls keine Zahlen bekannt. Bildrechte: IMAGO
Schüler, Eltern und Lehrer protestieren im Juni 1990 in Leipzig gegen einen Porno-Shop in ihrem Schulviertel.
Als dann auch die ersten Erotikshops den neuen Markt im Osten Deutschlands "erobern", stoßen sie nicht nur auf Gegenliebe: In Leipzig gibt es im Juni 1990 massive Proteste von Anwohnern und Eltern gegen einen Sexshop in der Umgebung einer Schule. Bildrechte: dpa
Ein Fahrzeug mit der Aufschrift Verführerisch Lecker und nackten, aus Kaffeebohnen herausragenden Frauenbeinen mit halb ausgezogenen roten Pumps
Der allgemeine Trend, mit Sex in der Werbung von der Kaffeebohne über die Küchenfliese bis hin zum Schlagbohrer Verkauf anzukurbeln, ist ungebrochen - manche Kampagnenen enden allerdings durch Shitstorms oder Verboten.
(Über dieses Thema berichtete der MDR auch im TV: 28.03.2017 | 22:05 Uhr.)
Bildrechte: dpa
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