Die erfolgreichsten DDR-Wintersportler der 70er-/80er-Jahre

Annett Pötzsch, deutsche Eiskunstläuferin
Anett Pötzsch-Rauschenbach wurde von der erfolgreichsten deutschen Eiskunstlauf-Trainerin Jutta Müller trainiert. Mit ihr wurde sie 1980 Olympiasiegerin und 1978 und 1980 Weltmeisterin. Heute arbeitet die ehemalige Eiskunstläuferin als Trainerin in Dresden und ist außerdem internationale Preisrichterin. Bildrechte: Deutsches Rundfunkarchiv
Das Archivbild vom 20. Januar 1988 zeigt die Eisschnelläuferin Karin Enke-Kania bei den Weltmeisterschaften im schweizerischen Davos.
Die in Dresden geborene Karin Enke-Richter gehörte in den 80er-Jahren zur Eisschnelllauf-Weltspitze. 1980 und 1984 holte sie auf drei verschiedenen Strecken den Olympiasieg. Dazu kamen vier Silbermedaillen und eine Bronzemedaille. Sie galt lange als beste Eisschnelllauf-Allrounderin der Welt und beherrschte die kurzen wie langen Strecken mit ihrem ästhetisch perfekten und technisch ausgefeilten Laufstil. Zehn Weltrekorde und 21 Weltcupsiege küren ihre Erfolgsbilanz. Außerdem lief sie als erste Frau die 1.500 Meter unter zwei Minuten. Bildrechte: dpa
Jens Weißflog
Als 19-Jähriger gewinnt er 1984 erstmals die Vierschanzentournee, noch im gleichen Jahr steht er bei den Olympischen Winterspielen in Sarajevo ganz oben auf dem Treppchen. Weißflog wird zum Vorzeigesportler der DDR. Noch mit 30 schaffte er die Umstellung auf einen neuen Sprungstil und feierte erneut große Erfolge. Heute führt er in Oberwiesenthal sein eigenes Appartementhotel. Bildrechte: dpa
Katarina Witt
Auf dem Eis tanzte sie sich bis an die Weltspitze und ist bis heute die erfolgreichste Eiskunstläuferin aller Zeiten. Kati Witt holte zwei Olympiasiege und vier Weltmeistertitel für die DDR. Nach der Wende startete sie erfolgreich eine Karriere als Geschäftsfrau und schrieb ihre Autobiografie "Meine Jahre zwischen Pflicht und Kür". Bildrechte: dpa
Annett Pötzsch, deutsche Eiskunstläuferin
Anett Pötzsch-Rauschenbach wurde von der erfolgreichsten deutschen Eiskunstlauf-Trainerin Jutta Müller trainiert. Mit ihr wurde sie 1980 Olympiasiegerin und 1978 und 1980 Weltmeisterin. Heute arbeitet die ehemalige Eiskunstläuferin als Trainerin in Dresden und ist außerdem internationale Preisrichterin. Bildrechte: Deutsches Rundfunkarchiv
DDR-Biathlet Frank Ullrich
Der 1958 in Trusetal geborene Frank Ullrich ist einer der erfolgreichsten Biathleten aller Zeiten – zwischen 1976 und 1983 war er zweimal Olympiasieger neunmal Weltmeister und viermal Weltcupsieger. Nachdem er 1983 aus gesundheitlichen seine Karriere beendet hatte, absolvierte er ein Studium an der DHfK in Leipzig und trainierte ab 1987 die DDR-Nationalmannschaft im Biathlon. Seit 1998 ist Ulrich Nationaltrainer der bundesdeutschen Biathleten. 2009 sah er sich schweren Vorwürfen ausgesetzt – als DDR-Trainer soll er seinen Schützlingen Dopingmittel verabreicht haben. Ullrich bestritt das vehement. Und der Deutsche Skiverband sprach ihn schließlich auch von allen Vorwürfen frei. Bildrechte: dpa
Frank-Peter Roetsch
Frank-Peter Roetsch wurde 1964 in Güstrow geboren und war zunächst Nordischer Kombinierer, ehe er sich dem Biathlon verschrieb. Der bei der Polizei beschäftigte Athlet erreichte im Rahmen der Biathlon-Weltmeisterschaften 1983 seine erste Medaille: Silber im Einzel. Es folgten Silber bei den Olympischen Winterspielen 1984 in Sarajevo und der Sieg bei der Biathlon-Weltmeisterschaft 1985 in Ruhpolding. 1987 gewann er zum dritten und letzten Mal die Gesamtweltcupwertung. Sein letztes sportliches Großereignis waren die Olympischen Winterspiele 1992 in Albertville. Heute arbeitet er als freier Handelsvertreter im Bereich Sportmarketing und zeitweise als Co-Kommentator für Eurosport. Bildrechte: Deutsches Rundfunkarchiv
Steffi Martin, ehemalige deutsche Rennrodlerin.
Bei den Olympischen Spielen 1984 in Sarajevo und 1988 in Calgary gewann Steffi Walter-Martin jeweils die Goldmedaille im Rodeln. Keiner Frau vor ihr gelang es, eine olympische Goldmedaille zu verteidigen. Außerdem gehört sie mit diesen beiden Siegen neben Sylke Otto zu den erfolgreichsten Rodlerinnen überhaupt. In den Jahren 1983 in Lake Placid und 1985 in Oberhof wurde sie jeweils Weltmeisterin, 1984 Gesamtweltcupsiegerin. Bildrechte: Deutsches Rundfunkarchiv
Uwe-Jens Mey
Der heute 46-jährige Uwe-Jens Mey wurde in Warschau geboren. Doch als Eisschnellläufer startete er für die DDR. 1988 gewann er bei den Olympischen Spiele in Calgary Gold über 500 Meter und Silber über 1.000 Meter. Bildrechte: dpa
Jens Müller, deutscher Rodler
Der 1965 im sächsischen Torgau geborene Jens Müller galt seit Mitte der 1980er-Jahre als einer der besten Rennrodler der Welt. Er war Welt- und Europameister und gewann bei den Olympischen Spielen 1988 in Calgary die Goldmedaille. 2002 brachte er seine "letzte Fuhre" ins Tal. Seither arbeitet er als Rennrodel-Trainer. Bildrechte: Deutsches Rundfunkarchiv
Christa Luding-Rothenburger
Die Eisschnellläuferin Christa Luding-Rothenburger startete 1979 das erste Mal für die DDR und erreichte bei der Sprint-WM einen 3. Platz. 1984 wurde sie Olympiasiegerin und 1985 Weltmeisterin im Sprintvierkampf. Sie erkämpfte 16 Weltcupsiege und 8 Weltrekorde und sprintete 14 Jahre auf höchstem Niveau. 1988 gewann sie sowohl bei den Winter- als auch bei den Sommerspielen Edelmetall: Nach Gold und Silber im Eisschnelllauf bekam sie Silber beim olympischen Bahnradsprint. Bildrechte: dpa
Falko Weißpflog
Zu Falko Weißpflogs größten Erfolgen zählen die Bronzemedaille bei den Nordischen Skiweltmeisterschaften in Lahti im Jahr 1978 sowie 1976 der Skiflugweltrekord mit 174 Metern in Oberstdorf. Falko Weißpflog galt damals als einer der wagemutigsten Skispringer der Welt. Er begeisterte sogar die Musikwelt: Der Wiener Popstar Johann Hölzel legte sich den Künstlernamen Falco zu. Aufnahme aus Oberstdorf 1976. Bildrechte: dpa
Der deutsche Bob-Pilot Wolfgang Hoppe (Oberhof), aufgenommen 1997
Wolfgang Hoppes Sportlerlaufbahn begann in der Leichtathletik, doch 1981 wechselte er in den Bob. Dort wurde der Thüringer der erfolgreichste Bobfahrer aller Zeiten. Bei internationalen Titelkämpfen gewann er insgesamt 36 Medaillen. Seit 1999 betreut der diplomierte Sportlehrer als Bundestrainer die deutschen Bobfahrerinnen.
(Über dieses Thema berichtete MDR in "Deutschland - Ein Wintersportmärchen", 28.12.2011, 15.30 Uhr)
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Katarina Witt
Auf dem Eis tanzte sie sich bis an die Weltspitze und ist bis heute die erfolgreichste Eiskunstläuferin aller Zeiten. Kati Witt holte zwei Olympiasiege und vier Weltmeistertitel für die DDR. Nach der Wende startete sie erfolgreich eine Karriere als Geschäftsfrau und schrieb ihre Autobiografie "Meine Jahre zwischen Pflicht und Kür". Bildrechte: dpa