Legendäre Fußballclubs in Osteuropa Zenit Sankt Petersburg

Zenit St. Petersburg wird Meister – erstmals russischer Meister
Endlich geschafftl! Nach mehr als 20 Jahren holt Zenit Sankt Petersburg im November 2007 den russischen Meistertitel. Zum ersten und letzten Mal gelang ihnen das 1984 - damals wurden sie sowjetischer Meister und hießen noch Zenit Leningrad. Mit dem Titelgewinn in Russland sollten sie auch zur internationalen Spitze aufschließen. Bildrechte: dpa
Zenit St. Petersburg wird Meister – erstmals russischer Meister
Endlich geschafftl! Nach mehr als 20 Jahren holt Zenit Sankt Petersburg im November 2007 den russischen Meistertitel. Zum ersten und letzten Mal gelang ihnen das 1984 - damals wurden sie sowjetischer Meister und hießen noch Zenit Leningrad. Mit dem Titelgewinn in Russland sollten sie auch zur internationalen Spitze aufschließen. Bildrechte: dpa
Bayern-Torhüter Oliver Kahn (M)  geht nach der 0:4-Niederlage tief enttäuscht vom Spielfeld.
Im Jahr nach ihrem Meistertitel stehen die Petersburger und ihre Fans im Halbfinale des Uefa-Pokals (heute Europa League). Ihr Gegner: der FC Bayern München, deutscher Rekord-Meister. Nach einem Unentschieden im Hinspiel gewinnen sie vor heimischem Publikum furios mit 4:0 und ziehen ins Finale ein. Das hat sich wohl auch Bayern-Keeper Oliver Kahn anders vorgestellt. Bildrechte: dpa
Fans von Zenit Sankt Petersburg feiern
Damit ist der erste internationale Titel der Vereinsgeschichte zum Greifen nah. In der 72. Minute erzielt Igor Denissow den Führungstreffer gegen die Glasgow Rangers. Doch noch ist eine gute Viertelstunde zu spielen ... Bildrechte: dpa
Konstantin Zyrianov feiert nach Tor
In der Nachspielzeit fällt schließlich die Enscheidung: Mit seinem Tor zum 2:0 macht Konstantin Syrjanow alles klar. Den Spielball und den Pokal gibt er danach nicht mehr her. Bildrechte: dpa
Spieler von Zenit St. Petersburg feiern 2008
Auch beim anschließenden Gruppenfoto mit dem begehrten Uefa-Pokal lässt das Petersburger Team dem Jubel freien Lauf. Bildrechte: dpa
Kreml-Chef Dmitri Medwedjew empfängt UEFA-Pokal-Sieger von Zenit St. Petersburg
Nach diesem Sieg lässt es sich selbst der damalige Kreml-Chef Dmitri Medwedjew nicht nehmen, der Mannschaft persönlich zu gratulieren. Im Gegenzug bekommt er ein Trikot und einen Ball als Geschenk. Das dürfte den heutigen Ministerpräsidenten Russlands freuen - er ist nämlich auch selbst Fan seines Heimatvereines. Bildrechte: dpa
L-R Igor Denisov, Anatoly Tymoshuchuk and Pavel Pogrebnyak of FC Zenit St. Petersburg
Nach der nationalen Meisterschaft und dem Uefa-Pokal krönen die Spieler um Kapitän Anatolij Tymoschtschuk (Mitte) die Saison 2008 auch noch mit ihrem Erfolg im Super Cup gegen den Champions League-Sieger Manchester United. Bildrechte: dpa
Zenit St. Petersburg gegen FC Schalke 04, Gazporm gegen Gazprom
Die Erfolge dieser Jahre kommen wohl nicht von ungefähr. Denn das Team unter Trainer Dick Advocaat verstärkt sich in den ruhmreichen Jahren 2007/08 kräftig. Allein Kapitän Tymoschtschuk wechselt 2007 für 15 Millionen Euro nach Petersburg, der bis dahin höchsten Ablösesumme der russischen Liga. Das Geld kommt von Gasprom, dem finanzkräftiger Hauptsponsor und Club-Eigentümer seit 2005. Da der Erdgasriese auch den FC Schalke 04 sponsert, kommt es 2007 zum Freundschaftsspiel Zenit gegen Schalke. Bildrechte: dpa
Lukasz Piszczek ( Dortmund ), vorne - Hulk ( St. Petersburg ), hinten
Mit der russischen Meisterschaft holen die Petersburger 2015 ihren letzten großen Titel. An ihre ruhmreichen Zeiten auf internationalem Parkett können sie jedoch nicht mehr anknüfpen. So scheitert das Team 2014 im Champions League-Achtelfinale gegen Borussia Dortmund. Da kann selbst der brasilianische Stürmer Hulk nichts ändern, der in der Vorjahres-Saison für 50 Millionen Euro nach Russland wechselte. Bildrechte: dpa
Zenit St. Petersburg Fans feuern 2008 ihre Mannschaft an.
Es bleibt also abzuwarten, wann die Petersburger zu alter Stärke finden und die Fans wieder jubeln können. Den Champions Leage-Einzug haben sie 2017 verpasst, doch in der Europa-League ist noch alles offen.
(Über dieses Thema berichtete MDR Aktuell auch im TV: 15.05.2008 | 21:45 Uhr)
Bildrechte: dpa
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