Dreharbeiten trotz Corona Wir drehen weiter - Hygieneregeln inklusive!

Wir haben die Dreharbeiten trotz Corona wieder aufgenommen - natürlich unterliegt die Arbeit strengen Sicherheits- und Hygieneregeln. Spaß macht der Dreh trotzdem. Und noch ein Grund zur Freude: Die nächsten Staffeln von "In aller Freundschaft" sind gesichert!

Thomas Rühmann 3 min
Bildrechte: MITTELDEUTSCHER RUNDFUNK

Dreharbeiten trotz Corona? Dass das möglich ist und sogar gut funktioniert, wissen die Schauspieler von "In aller Freundschaft“ und „In aller Freundschaft – Die jungen Ärzte" seit einigen Tagen. Die Wiederaufnahme der Dreharbeiten findet dabei in enger Abstimmung mit den jeweiligen Behörden an den Drehorten Leipzig und Erfurt sowie im Einklang mit den Allgemeinverfügungen der Bundesländer statt. Ein externer Sicherheitsspezialist hat ein auf die Vorgaben abgestimmtes, fundiertes Arbeitsschutz- und Hygienepaket speziell für die Dreharbeiten konzipiert. Darin werden umfangreiche Hygienestandards für alle am Dreh beteiligten Gewerke und deren jeweilige Besonderheiten definiert.

Das Hygienekonzept - so funktioniert's am Set:

In aller Freundschaft Dreharbeiten nach dem Lock Down während der Corona-Pandemie 2020. Thomas Rühmann mit Visier bei der Textprobe
Hygieneregeln am Set: Thomas Rühmann mit Visier bei der Textprobe. Bildrechte: MDR/Saxonia/ Rudolf Wernicke

Das Sicherheits- und Hygienekonzept basiert unter anderem auf drei wesentlichen Regeln am Set: Handhygiene, Maskenpflicht und Mindestabstand. Um höchstmögliche Sicherheit zu erreichen, wurden zahlreiche Maßnahmen wie z. B. eine Arbeitsschutz- und Hygieneunterweisung der Teams, Abstandsmarkierungen, Personalisierung der Arbeitsgeräte, erhöhte Reinigungs- und Desinfektionsvorgänge und vieles mehr festgelegt. Am Set herrscht hinter der Kamera Mund-Nasenschutz-Pflicht. Um diese Maßnahmen fachgerecht umsetzen zu können, wurde von der Produktionsfirma der Serien, Saxonia Media, zusätzliches Personal wie Desinfektionsfachkräfte und Sicherheitsfachkräfte eingestellt und die Position einer Hygienebeauftragten neu geschaffen.

Oberste Priorität hat für uns die Gesundheit und die höchstmögliche Sicherheit unserer Mitarbeitenden. Unser Konzept wird auch zukünftig  an neueste wissenschaftliche Erkenntnisse angepasst werden. Um sofort auf aktuelle Entwicklungen reagieren und Anpassungen im Produktionsablauf vornehmen zu können, stehen wir darüber hinaus in ständigem Austausch mit verschiedenen Behörden.

Sven Sund, Geschäftsführer der verantwortlichen Produktionsfirma Saxonia Media

Aufgrund der besonderen Situation wird bei allen Produktionen auf Szenen mit enger, körperlicher Nähe verzichtet. Wie dabei trotzdem tolle Folgen mit emotionaler Intensität entstehen können, erklärt MDR-Fernsehfilm-Chefin Jana Brandt:

Die neue Wirklichkeit – mit dem Gebot des Abstandhaltens – erfordert eine neue Bildsprache. Diese entwickeln wir gerade. Szenen wurden überdacht und Drehbücher umgearbeitet. Dabei hilft uns unsere jahrzehntelange Expertise und Kompetenz in der Entwicklung und Umsetzung serieller Stoffe aller Couleur. Wir haben kluge, kreative Kamerafrauen und -männer sowie hochmotivierte Regisseurinnen und Regisseure, die mit Detailaufnahmen und intelligenter Kameraführung den Szenen Intensität verleihen und einen emotionalen Fluss erzeugen.

MDR-Fernsehfilm-Chefin Jana Brandt

Spaß bei der Arbeit trotz Hygienemaßnahmen? Das geht!

Als Sarah Marquardt (Alexa Maria Surholt) morgens ihr Büro betritt, erwartet sie auf ihrem Schreibtisch eine Schachtel Pralinen ... ohne Absender.
Alexa Maria Surholt in einer Szene der aktuellen Folge 895. Bei den Dreharbeiten zu dieser Folge waren Hygieneregeln noch kein Thema ... Bildrechte: MDR/Saxonia Media/Robert Strehler

Das Ensemble hat sich schnell an die neuen Gegebenheiten gewöhnt. Alexa Maria Surholt: "Wir sind alle in großer Aufmerksamkeit, in Achtsamkeit miteinander und man hat natürlich ungewohnte körperliche Abstände. Wir sind sehr fokussiert auf die Arbeit, weil natürlich alles  etwas komplizierter ist und länger dauert." Auch Philipp Danne sagt: "Ich habe mich gefreut wieder zu drehen. Es ist alles anders als früher durch die Sicherheitsvorkehrungen und die Gewissenhaftigkeit, mit der sich alle an die Regeln halten. Zum Glück geht der Spaß an der Arbeit nicht verloren. Auch wenn wir weiter auseinander stehen und Visiere oder Masken zwischen uns haben."

Die Dreharbeiten sind so angelegt, dass sie auf aktuelle Entwicklungen hin fortwährend angepasst werden. Die Hygiene- und Sicherheitskonzepte dafür werden kontinuierlich überprüft und je nach Lage gegebenenfalls überarbeitet.

Gute Nachrichten: Die nächsten drei Staffeln sind gesichert - nachhaltig!

Noch eine gute Botschaft für alle Fans: Der MDR-Rundfunkrat hat der Fortsetzung von "In aller Freundschaft" zugestimmt. Ab Herbst 2020 werden drei  weitere Staffeln (24 – 26) mit insgesamt 126 Folgen produziert und ab Januar 2021 ausgestrahlt.

Neu ist: Ab Staffel 24 wird "In aller Freundschaft" auch am Pilotprojekt der ARD zur nachhaltigen Herstellung von Produktionen teilnehmen. Die Produktion steht unter dem Vorbehalt der Zustimmungen weiterer Gremien von ARD-Landesrundfunkanstalten.