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Bundeskanzler Olaf Scholz (SPD), spricht bei einem Pressestatement unter anderem zu den Ergebnissen nach der Landtagswahl in Brandenburg vor Beginn der 79. Generaldebatte der UN-Vollversammlung.

Ukraine-News

Bundeskanzler Scholz drängt auf Milliarden-Hilfe für Ukraine

Stand: 23.09.2024 23:10 Uhr

Diese Ukraine-News vom Montag, 23. September 2024 sind beendet.

von MDR AKTUELL

Aktuelle Ukraine-News
Die Polizei sperrt einen Bereich in der Nähe eines Restaurants ab, in dem es zu einer tödlichen Explosion gekommen war.
Ukraine-News

Nach dem Bombenanschlag in Moskau ist die Zahl der Todesopfer russischen Medien zufolge auf fünf gestiegen. Eine offizielle Bestätigung gibt es nicht.

Ukraine-News vom Montag, 23. September 2024

23:10 Uhr: Ukraine meldet anhaltenden Druck auf die Front im Osten

Das ukrainische Militär steht im Osten des Landes weiter unter erheblichem Druck. "Die Lage im Raum Pokrowsk und Kurachowe bleibt angespannt", teilte der Generalstab in Kiew in seinem abendlichen Lagebericht mit. Von den 125 russischen Angriffen entlang der Front seien mehr als 50 in diesem Abschnitt erfolgt. Der Hauptfokus liege auf Pokrowsk.

Während die Ukraine Berichten zufolge den Vormarsch der russischen Truppen in Richtung Pokrowsk verlangsamt hat, bleibt die Lage für die Verteidiger vor dem weiter südlich gelegenen Kurachowe kritisch. Vorstöße nahe der Stadt Hirnyk bedrohen mehrere ukrainische Einheiten mit Einschließung. Auch nahe Wuhledar versuchen russische Truppen weiterhin, die ukrainischen Verteidigungsstellungen zu umgehen.

22:21 Uhr: Selenskyj dankt Scholz für Unterstützung

Nach einem Treffen mit Bundeskanzler Olaf Scholz in New York hat der ukrainische Staatschef Wolodymyr Selenskyj die Bedeutung der Unterstützung Deutschlands hervorgehoben. "Wir sind Deutschland zutiefst dankbar für seine Unterstützung", erklärte Selenskyj am Montag im Onlinedienst X. "Gemeinsam haben wir Tausende von Menschenleben gerettet, und wir können sicherlich noch mehr dazu beitragen, die Sicherheit auf dem gesamten europäischen Kontinent zu stärken."

In der Debatte um weitreichende Waffen für die Ukraine bekräftigte Scholz die Haltung der Bundesregierung, solche Kapazitäten nicht zur Verfügung zu stellen. Es sei klar, "dass wir bei unserer Unterstützung immer sehr fokussiert sind, was wirklich hilft und was notwendig ist", sagte Scholz kurz vor einem Treffen mit Selenskyj. Der ukrainische Präsident Selenskyj fordert immer wieder von Verbündeten auch Waffen zu liefern, um Russland weiter im Land angreifen zu können.

19:30 Uhr: Behörden: Drei Tote in Region Belgorod

In der westrussischen Region Belgorod sind nach offiziellen Angaben drei Zivilisten, darunter ein Minderjähriger, durch ukrainischen Beschuss ums Leben gekommen. Es gebe zudem vier Verletzte in der grenznahen Ortschaft Archangelskoje, teilte der Gouverneur der Region, Wjatscheslaw Gladkow, auf Telegram mit.

Bei der ukrainischen Offensive in der russischen Region Kursk sind Russland zufolge seit dem 5. September 31 Zivilisten ums Leben gekommen. Das teilte das russische Außenministerium mit.

Ein Soldat der Freiwilligeneinheit Newski der Streitkräftegruppe Nord bedient eine Aufklärungsdrohne.
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Der ukrainische Vorstoß im russischen Kursk überrascht und beunruhigt Russland. Die Zustimmung zu Präsident Wladimir Putin sinkt laut Umfragen. Diese sind aber mit Vorsicht zu betrachten, erklärt unser Korrespondent.

17:45 Uhr: Scholz: Milliarden-Hilfe für Ukraine schnell ermöglichen

Bundeskanzler Olaf Scholz drängt darauf, dass die EU der Ukraine die zugesagte Finanzhilfe von 35 Milliarden Euro schnell zur Verfügung stellt. Dies sei wichtig, "so dass die Freunde in Kanada, in den USA, in Großbritannien und in Japan auch ihren Beitrag leisten können", sagt Scholz in New York.

Hintergrund ist, dass die G7-Industriestaaten verabredet hatten, der Ukraine einen Kredit über 50 Milliarden Dollar zur Verfügung zu stellen, der über Zinserträge aus den eingefrorenen russischen Vermögen im Westen finanziert werden soll. EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen hatte angekündigt, dass die EU davon 35 Milliarden Euro beisteuern will. Scholz bekräftigt, dass Deutschland auch dann die Beschränkung für den Einsatz der an die Ukraine gelieferten weitreichenden Waffen auf russische Ziele nicht aufheben wird, wenn die USA ihre Beschränkung zurücknehmen. "Das ist mit meiner persönlichen Haltung nicht vereinbar. Wir werden das nicht machen und dafür haben wir gute Gründe."

17:19 Uhr: UN-Kommission findet neue Beweise für russische Folter

Eine Untersuchungskommission der UN hat nach eigenen Angaben neue Beweise für systematische Folter durch staatliche Stellen und Streitkräfte Russlands an ukrainischen Zivilisten und Kriegsgefangenen gefunden. Die Folter finde in den militärisch besetzten ukrainischen Gebieten und in Russland selbst statt, teilte die Kommission in Genf mit. Russland setze die völkerrechtlich verbotene Folter als gängige Praxis ein, darunter auch sexuelle Gewalt. Die Täter würden nicht belangt und könnten sich auf Straffreiheit verlassen, heißt es in einem Bericht der Kommission, den sie an den UN-Menschenrechtsrat leitete.

Die Kommission, die im Auftrag des Rates arbeitet, forderte, die Täter zu identifizieren, sie zur Rechenschaft zu ziehen und die Opfer der Folter umfassend zu unterstützen. Die Ermittler stützen sich auf Aussagen von Zeugen und Opfern. Zudem führen sie Untersuchungen in der Ukraine durch. Russland kooperiert nicht mit der Kommission.

Ukrainer posieren für ein Foto, nachdem sie im Rahmen eines Gefangenenaustauschs an einem ungenannten Ort in der Ukraine freigelassen wurden.
Russland-Ukraine-Krieg

Die Vereinten Nationen haben sich besorgt über Hinrichtungen von Kriegsgefangenen auf russischer und ukrainischer Seite gezeigt. Skandinavische Länder wollen ihre Luftabwehr gegen eine Bedrohung aus Russland bündeln.

10:14 Uhr: Ukraine: Eine Tote und 23 Verletzte bei russischen Angriffen auf Cherson und Saporischschja

Bei jüngsten russischen Angriffen auf die Ukraine sind nach ukrainischen Behördenangaben ein Mensch getötet und 23 weitere verletzt worden. Wie der örtliche Gouverneur Oleksandr Prokudin mitteilte, starb bei einem Angriff auf Wohngebäude in der ukrainischen Region Cherson eine 61-jährige Frau. Sieben Menschen seien verletzt worden.

Die ukrainische Nationalpolizei meldete zudem, dass in der Region Saporischschja 16 Menschen bei nächtlichen Luftangriffen auf die gleichnamige Regionalhauptstadt und ihre Umgebung verletzt worden. Vier der Verletzten seien ins Krankenhaus gekommen, schrieb der Gouverneur von Saporischschja, Iwan Fedorow, im Onlinedienst Telegram.

05:18 Uhr: Mehrere Verletzte bei russischen Luftangriffen auf Saporischschja

Am Morgen war zunächst beim Luftangriff auf Saporischschja von neun verletzten Zivilisten die Rede. Nach Angaben des ukrainischen Innenministeriums wurden mehrere Wohnhäuser beschädigt, sie wurden evakuiert. Nach ersten Erkenntnissen habe Russland gelenkte KAB-Fliegerbomben eingesetzt, hieß es.

Der ukrainische Rettungsdienst veröffentlichte ein Video, das Rettungskräfte bei der Bergung von Verletzten und der Räumung von Trümmern zeigt. Eine unabhängige Bestätigung der Berichte liegt bisher nicht vor. Russland selbst hat sich noch nicht zum Angriff geäußert. Beide Seiten erklärten in der Vergangenheit wiederholt, keine Zivilisten oder entsprechende Ziele anzugreifen.

Rafael Grossi
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Schon zum fünften Mal hat Rafael Grossi, Chef der Internationalen Atomenergiebehörde, das von Russland besetzte Atomkraftwerk Saporischschja im Osten der Ukraine besucht. Anlass dieses Mal war ein Brand im August.

05:00 Uhr: Gefechte im Donezk halten an, Explosion in Westukraine

In der Ukraine bleibt die Situation weiter kritisch. In der Nacht wurden erneut russische Angriffe gemeldet, darunter eine Explosion an einem Umspannwerk in der westukrainischen Stadt Ternopol, die zu Stromausfällen führte. Verletzte gab es ersten Berichten zufolge nicht.

An der Front halten die Kämpfe mit unverminderter Intensität an. Nach Angaben des Kiewer Generalstabs kam es zu mehr als 100 Gefechten, insbesondere im Raum Donezk, zwischen Pokrowsk und Kurachowe.

Nach einem Raketeneinschlag zeigt sich auf einem Feld schwarzer Rauch
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In der Region Donezk rücken russische Truppen immer weiter auf die Stadt Pokrowsk vor. Ukrainische Landwirte fahren unweit der Front ihre Ernte ein. Dabei könnten sie jederzeit unter russischen Beschuss geraten.

01:03 Uhr: Selenskyj in den USA: Gespräche über Kriegsführung und Waffenlieferungen

Auf diesem von der U.S. Army zur Verfügung gestellten Bild hört der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj (l), den Erklärungen von Rich Hansen, dem Vertreter des Kommandanten des Scranton Army Ammunition Plant, zu.
Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj besuchte eine Waffenfabrik in Pennsylvania.

Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj ist zu einem Besuch in den USA eingetroffen, der die weitere Kriegsführung maßgeblich beeinflussen könnte. In den sozialen Medien verkündete er seine Ankunft und kündigte an, bei US-Präsident Joe Biden und anderen Verbündeten "den Plan für den ukrainischen Sieg" vorlegen zu wollen.

Selenskyjs Reise begann mit einem Fabrikbesuch in Pennsylvania. In dem Betrieb wird Artilleriemunition für die ukrainische Armee produziert. Selenskyj zeigte sich dankbar für die Produktion und dankte den Angestellten persönlich. Anschließend will er nach New York und Washington reisen. In New York will er auch Bundeskanzler Olaf Scholz treffen, bevor am Dienstag die UN-Generaldebatte startet.

00:05 Uhr: Selenskyj sieht Herbst als entscheidende Kriegsphase an

Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj betrachtet den Herbst als eine entscheidende Phase im Krieg und zur Erreichung eines "gerechten Friedens". In seiner täglichen Videoansprache betonte er, dass die Ukraine mit ihren Partnern ihre Position so stärken könne, dass dies den "gemeinsamen Sieg" ermögliche. Ein "gerechtes Ergebnis" sei nur dann erreicht, wenn Russland für den Angriffskrieg zur Verantwortung gezogen werde und die Konsequenzen spüre.

Selenskyj hielt seine Ansprache diesmal an Bord eines Flugzeugs, kurz vor seiner Landung in den USA. Dort will er im Rahmen der UN-Generalversammlung sprechen und seinen von ihm betitelten Siegesplan vorstellen, dessen Details bisher nicht veröffentlicht wurden. Geplant sind Treffen mit US-Präsident Joe Biden, den beiden Präsidentschaftskandidaten Kamala Harris und Donald Trump sowie führenden Politikern im Kongress.

00:00 Uhr: Ukraine-News am Montag, 23. September 2024

Guten Tag! In unseren Ukraine-News halten wir Sie weiterhin über die Entwicklungen im Krieg in der Ukraine auf dem aktuellen Stand. Alle wichtigen Nachrichten dazu erscheinen hier im Laufe des Tages.

Die Berichterstattung über den Russland-Ukraine-Krieg ist komplex. Es gibt eine Vielzahl von Medienvertretern vor Ort, darunter auch unabhängige Journalisten aus verschiedenen Ländern. Trotzdem ist wichtig zu wissen, dass die Beschaffung verlässlicher Informationen schwierig ist, weil viele verfügbare Quellen politisch motiviert sein können und schwer zu überprüfen. Dennoch gibt es unabhängige Experten, Organisationen und Journalisten, die differenzierte Einblicke bieten. Bei der Bewertung von Informationen sind verschiedene Quellen und eine kritische Haltung unerlässlich, um ein möglichst umfassendes Bild zu erhalten. Alles das berücksichtigt der MDR in seinen Berichten über den Russland-Ukraine-Krieg.

Rettungskräfte beseitigen Trümmer und suchen nach Menschen in einem Wohnblock, der von einer Rakete getroffen wurde.
Alle Nachrichten

Russlands Krieg gegen die Ukraine dauert seit Februar 2022. Die ukrainische Armee kann Gebiete zurückerobern, der Westen unterstützt sie mit Waffen. Alle aktuellen Nachrichten und Hintergründe zum Krieg hier.

Krieg in Europa. Welche Strategie verfolgt die russische Armee, wie stehen die Chancen der ukrainischen Verteidiger? Einschätzungen der militärischen Lage und der Kriegsfolgen vom früheren NATO-General Erhard Bühler.

Russland führt Krieg gegen die Ukraine - Zerstörung, Leid und Flucht. In diesem Podcast bündeln wir Interviews und Berichte rund um den Krieg, seine Folgen für die Welt, Europa und in Deutschland.

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Russischer Angriff auf die Ukraine

Am 24. Februar 2022 sind russische Truppen in die Ukraine einmarschiert. Nach ersten Landgewinnen stockte der Vormarsch, die Ukraine leistet erbitterten Widerstand. Ein Überblick über die Geschehnisse Monat für Monat.

Quellen: u.a. AFP, dpa, Reuters, MDR

Dieses Thema im Programm:

MDR AKTUELL – Das Nachrichtenradio | Das Nachrichtenradio | 23. September 2024 | 06:00 Uhr

Rettungskräfte beseitigen Trümmer und suchen nach Menschen in einem Wohnblock, der von einer Rakete getroffen wurde.
Nachrichten und Hintergründe

Am 24. Februar 2022 hat Russland die Ukraine überfallen. Doch die ukrainische Armee kann sich halten und konnte Gebiete zurückerobern, der Westen unterstützt sie. Aktuelle Nachrichten und Hintergründe.

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Ukrainischer Soldat mit Fernsteuerung in der Hand, im Hintergrund wird eine Rakete abgefeuert
Was tun, Herr General? Das Briefing

2024 und 2025 wirkte die Ukraine geschwächt. Jetzt führt sie den Krieg strategisch im Rücken der russischen Streitkräfte. General Bühler erkennt: Es war ein bewusstes Zeitgewinnmanöver.

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Ukraine-News I 1. August

Russische Truppen sind nach Deepstate-Angaben an den Frontabschnitten Slowjansk und Kramatorsk im Gebiet Donezk in der Ostukraine vorgerückt. Bei russischen Luftangriffen auf Kiew wurden mindestens neun Menschen getötet.

Wassertankwagen in Prag besprüht Passanten in Altstadt.
Umwelt

Kein Thema, keine Strategie. So ließe sich verkürzt der Zugang der gegenwärtigen tschechischen Regierung von Premier Andrej Babiš zur Klimapolitik darstellen.

Soldaten der ukrainischen Brigade Khartiia bei Steuerung automatische Waffensysteme
Ukraine-News I 31. Juli

Gegen den Kommandeur einer Spezialabteilung der ukrainischen Nationalgarde hat es einen Attentatsversuch gegeben. Die Khartiia-Brigade gilt als hochtechnisierte Kampfeinheit an vorderster Front.

Polizisten, Soldaten und Feuerwehrleute sindin der Nähe des Dorfes Tarnawa-Kolonia im Osten Polens im Einsatz. Ein nicht identifiziertes Flugobjekt schlug in den frühen Morgenstunden des 30. Juli in der Nähe des Dorfes Tarnawa-Kolonia ein und explodierte, wie die Feuerwehr mitteilte.
Ukraine-News I 30. Juli

Das Eindringen eines wohl russischen Marschflugkörpers in Polen hat die Nato alarmiert. Generalsekretär Mark Rutte sprach von einem gefährlichen Akt. Kanzler Friedrich Merz warf Russland Eskalationsbereitschaft vor.

Einsatzfahrzeug,FEld Schild: Tarnawa Kol.
Alarm in Polen

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