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MDR FIGARO | Webchannel "Folk in Concert" : Weltmusik rund um die Uhr

Jeden Freitag ab 10:00 Uhr mit neuem Programm

Sie möchten Folk und Weltmusik aus dem Programm des MDR-Kulturradios hören? Der Webchannel bringt rund um die Uhr Mitschnitte von Deutschlands größtem Folk-Festival, dem TFF in Rudolstadt. Jeden Freitag ab 10:00 Uhr können Sie im Webchannel "Folk in Concert" neue Konzerte erleben und die Sendung "Folk & Welt" vom vergangenen Mittwoch nachhören.

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"Brücken-Musik" beim TFF Rudolstadt 2014
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Aktuell: 31.10. bis 06.11.2014 | Alan Bern & Brave Old World (USA/Deutschland) | Lamin Jobarteh (Gambia)

Alan Bern & Brave Old World (USA/Deutschland)

Wir kennen sie, die Bands in Deutschland, die mit dem Spielen von Klezmermusik eine Art Wiedergutmachung betreiben wollen, die seelenvoll die alten Gesänge und Tanzmusiken auf die Bühne bringen. Da ist oft viel Sentiment dabei und ein gerüttelt Maß Schuldbewusstsein. Dass jüdische Musiker mit ihrer eigenen Geschichte und damit auch Musik anders umgehen, scheint klar.

Musiker der "Klezmer Mishpokhe"
Alan Bern beim "Yiddish Summer Festival" in Weimar.

Brave Old World gehört zu diesen Ensembles, die die Grenzen der bestehenden Kategorien überschritten haben. Sie bezeichnen das, was sie spielen als "New Jewish Music" und meinen damit: Raus aus dem Partyzelt und hinein in den Konzertsaal. An der Spitze dieser Bewegung steht Alan Bern, Mitglied von Brave Old World, Leiter der Tage jiddischer Musik in Weimar, Universitäts-Dozent und Kursleiter bei vielen Workshops. Er und sein Ensemble erhielten vor fünf Jahren die Ehren-RUTH für ihr Lebenswerk. Alan Bern, damals gerade 54 Jahre alt und Lebenswerk-geehrt?

Warum nicht. Schließlich hat er großen Anteil daran, dass Brave Old World, inzwischen 25 Jahre alt, schon lange als Supergroup des Klezmer-Revivals gefeiert wird. Dabei kommt den Musikanten um Alan Bern das Verdienst zu, Brücken geschlagen zu haben zur Klassik, zum Jazz, zur zeitgenössischen Avantgarde. Und wie war im Programmheft des TFF 2009 zu lesen: Die Kunst von Alan Bern und Brave Old World macht aus einem Erbe heutige Musik für Leib und Seele.


Lamin Jobarteh (Gambia)

Es gibt einen Spruch, der etwas mitleidig das Los der Harfenspielers kommentiert. Er heißt: Die meiste Zeit des Lebens stimmt der Harfenist vergebens. Dass es nicht so ist, erlebt man immer wieder, sei es in klassischen Konzerten oder besser noch beim Projekt "Magic Harps" 2011 beim TFF Rudolstadt. Denn dort musste nicht eine Harfe in Einklang mit einem Orchester gebracht werden, sondern fünf untereinander. Das sind jede Menge Saiten, die sich verstimmen können, besser aber noch, die wunderbar miteinander klingen.

Eine kurze Geschichte der Harfe: Ein himmlisches Instrument

Die Harfe ist das Nationalinstrument von Irland und Paraguay. Schon die alten Ägypter spielten es. Heute fehlt es in keinem Sinfonieorchester. Lesen Sie hier mehr über das "magische Instrument" des TFF Rudolstadt 2011. [mehr]


Jeder der fünf Harfenisten hatte 2011 auch ein Solokonzert. Lamin Jobarteh war der Harfenbotschafter des afrikanischen Kontinents.

Abbildung einer Kora auf einer Briefmarke aus Guinea
Abbildung einer Kora auf einer Briefmarke aus Guinea

Er gehört einer gambischen Griotfamile an. Griots sind in Westafrika Berufssänger, aber nicht nur das, sie sind die wahren Kulturträger, das heißt, sie sind Dichter und Instrumentalisten, die ihre eigenen und überlieferte Texte vortragen. Griots sind also eine Art Wissensspeicher der afrikanischen Stämme und deren Kultur. Lamin Jobarteh spielt die Kora, ein wahres Naturprodukt, denn der Korpus ist aus einer Kalebasse, die mit einem Kuhfell bespannt ist.

Ob Lamin Jobarteh noch die traditionelle Saitenbespannung aus der gedrehten Haut der Antilope bevorzugte oder schlichte Nylonsaiten, ist nicht überliefert. Auf jeden Fall entführt uns der Koraspieler und Sänger in eine musikalisch reizvolle Welt, in die wir nicht tagtäglich eintauchen können und die deutlich macht, dass Westafrika nicht allein über das Thema Ebola thematisiert werden sollte.

Was ist ein Webchannel?

In einem Webchannel werden Sendungen - ganz, in Teilen oder auch Zusammenschnitte - als Audio-Livestream in einer Endlos-Schleife über das Internet ausgespielt. Um ihn hören zu können, benötigt man einen Player, der einen mp3-Stream wiedergeben kann.

Die MDR FIGARO-Webchannels

In den drei Webchannels "Classic in Concert", "Folk in Concert" und "FIGARINO" können Sie ausgewählte Sendungen bzw. Sendebeiträge aus dem MDR-Kulturradio zeitversetzt in einer Endlos-Schleife hören. Rund um die Uhr.

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